I. Männer: Eichhörnchen-Taktik

Wieder zwei Punkte mit der Eichhörnchen-Taktik

Ein hartes Stück Arbeit liegt hinter den Landesliga-Handballern von Hansa Wittstock. Nach der 30:35-Hinspiel-Niederlage gegen HSG Teltow/Ruhlsdorf hatten sie sich für den vergangenen Sonnabend eine Steigerung in der Deckung vorgenommen. Es funktionierte. Mit 27:23 (12:12) ging die Partie an die Dossestädter.

In Hälfte eins legten die Wittstocker über Gegenstöße einen guten Start hin. Mit 3:0 gingen sie in Front. In der Folge kamen auch die Gäste aus der Kabine und zeigten nun im Kleingruppenspiel sowie im 1:1 ihre Stärke. So blieben sie bis zum 6:7 dran. Dann trafen die Dossestädter drei Mal in Folge und Rico Teschner stärkte dem Heimteam zwischen den Pfosten den Rücken. Doch in der Folge nutzte Teltow jede Unaufmerksamkeit in der Hansa-Defensive. Zudem dezimierten sich die Dossestädter durch sechs Hinausstellungen in Abschnitt eins durch ungestüme Deckungsattacken immer wieder selbst. So nutzten die Gäste jede Lücke zu Anspielen an den Kreis und die 10:6-Führung Hansas schmolz und wandelte sich in einen 10:11-Rückstand. Erst eine Auszeit vermochte es, den Lauf der Gäste zu stoppen. So ging Hansa mit einem 12:12 in die Pause.

Zwar erzielten die Gäste nach dem Wechsel das erste Tor, doch nun kam Hansa-Keeper Rico Teschner nach zwei Kopftreffern richtig in Fahrt. Den gefährlichsten Angreifer Teltows, Steffen Haupt, bekamen die Dossestädter nun durch starken Einsatz von Pascal Barthel gut in den Griff. Zudem gingen die Gastgeber konsequent in ihre Gegenstöße und liefen auch die zweite Welle bis zum Ende. Weil nun auch weniger Zeitstrafen kassiert wurden, kam Hansa richtig ins Rollen. Dem Lauf hatten die engagierten Gäste nicht viel entgegen zu setzen. Beim 24:18, fünf Minuten vor Schluss, schienen die Messen gesungen. Doch wie so oft machten es die Dossestädter noch einmal spannend. Die nie aufsteckenden Gäste trafen drei Mal in Folge – wieder war eine Auszeit vonnöten. In der Folge wurde der Sieg in Ruhe nach Hause geschaukelt. „Mit einer besseren Chancenverwertung in Hälfte zwei wäre es sehr viel einfacher gewesen, den Sack endlich zuzumachen“, erklärte Trainer Thomas Brigzinsky und fügte hinzu: „Es war eine geschlossene Mannschaftsleistung, die uns den Sieg beschert hat. Heraus ragte aber Pascal Barthel als Deckungsspitze und Spielgestalter. Er hat Kreativität rein gebracht.“ Auf die Frage, was denn die Eichhörnchen-Taktik ist, antwortete er: „Wir sammeln eine Nuss nach der anderen“ und lachte.

Hansa: Teschner – Altmann, Hamann (1), Heukeshoven, Barthel (3), Holtmann (9/1), Goessgen (1), Gießel (7/1), Stachowski (1), Hennigs (1), Neumann (3), Zugwurst (1)

Teltow: Kobe – Haupt (7), Scholz, Bandosz (3), Bialkowski (4/3), Kaiser (3), Giebel (2), Hellmeier (3), Krause, Schmidt (1), Poerschke

von Sina Brigzinsky

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