Männer: Aus der Sicht des Gegners (Eberswalde)

Spielberichte 2019/2020

Der 1. SV wieder in der Erfolgsspur

VL Nord: 1. SV Eberswalde – FK Hansa Wittstock 1919 28:19 (14:11)

Quelle: Hans-Joachim Haarbrandt

Eberswalde. Die Handballer des 1. SV Eberswalde konnten nach der unglücklichen Niederlage in der Vorwoche beim SSV Falkensee  in die Erfolgsspur zurückkehren. Gegen die Gäste von Hansa Wittstock gab es am Ende einen klaren und hochverdienten 28:19 Sieg. Mit diesem Sieg halten die Eberswalder weiterhin Anschluss an die obere Tabellenhälfte.

Jens Müller, der Coach der zweiten Mannschaft, vertrat auch in diesem Spiel den im Urlaub befindlichen Trainer Dirk Ehrlich. Nach einem langen währenden harten Kampf hatten die Prignitzer am Schluss der Partie keine Chance mehr und verloren das Spiel noch deutlich.

Nach einer kurzen Abtastphase und unnötigen Ballverlusten auf beiden Seiten, eröffnete Moritz Assmann mit einem verwandelten Siebenmeter den Torreigen in diesem Spiel. Die Gastgeber begannen mit einer defensiven 5:1 Deckung und brauchten gut 10 Minuten um den Angriff der Prignitzer in den Griff zu bekommen. Die Eberswalder mussten immer wieder nach ihren Führungen den Wittstockern den Anschluss- bzw. den Ausgleichstreffer gestatten. So stand es nach 11 Minuten nur 5:5 aus Sicht der Gastgeber.

Nach einer Viertelstunde waren es erstmals drei Tore Differenz (8:5) für die Heimmannschaft. Die Chancenverwertung wurde besser und hinten stand die Deckung, mit einem stark haltenden Torhüter Jonas Nagy, recht ordentlich. Auch der diesmal vorwiegend in der Deckung eingesetzte Robin Wielsch verlieh der Abwehr mehr Stabilität. Der 1. SV baute seine Führung weiter aus und schien zeitig das Spiel und den Gegner in den Griff zu bekommen.

In der 22. Minute dann ein Schock für die Eberswalder. Max Connor Schäfer erhält nach einem Schubser gegen einen Wittstocker, der ihn vorher gefoult hatte, die Rote Karte. Da zur gleichen Zeit schon Robin Ludwig eine Zeitstrafe absitzen musste, spielten die Hausherren fast zwei Minuten in doppelter Unterzahl. Die komfortable 4-Tore-Führung schien jetzt stark in Gefahr zu sein.

Doch vier Eberswalder Spieler kämpften aufopferungsvoll und warfen gegen sechs Wittstocker zwei Tore und vergrößerten den Vorsprung auf 12:6. Das stärkte bei den Eberswalder Spielern erheblich das Selbstvertrauen und zeigte sich bis zum 14:8 (27.) deutlich. In den letzten Spielminuten der ersten Halbzeit offenbarten die Barnimer dann einige Unkonzentriertheiten und gestatteten dem Hansa-Team eine unnötige Resultatsverbesserung. So schmolz der Vorsprung bis zum Halbzeitpfiff auf 14:11. Den letzten Treffer erzielten dabei in der Schlusssekunde die Gäste durch einen direkt verwandelten Freiwurf.

In de Halbzeitpause waren sich alle Spieler des 1. SV einig – wir werden dieses Spiel auf jeden Fall gewinnen.

Wieder war es Moritz Assmann, der mit 9 Toren erfolgreichste Spieler des Gastgebers in dieser Partie, der mit einem verwandelten Siebenmeter den Torreigen eröffnete. Auch eine zeitweilige Manndeckung gegen ihn konnte seinen Tordrang nicht eindämmen. In den folgenden Minuten konnten die Gastgeber aber den Vorsprung nicht weiter ausbauen. Ursache dafür waren einige leichte Ballverluste und Fehlwürfe.

Der Torhüter der Gäste deckte seine Torwartecke erfolgreich ab und fast alle gezogenen Bälle waren seine Beute. Nach 45 Minuten stand es nur 19:15 und der Vorsprung von vier Toren war noch kein Garant für einen Sieg. Doch die Eberswalder hatten in der Endphase wesentlich mehr zum Zusetzen, sie nutzen diesen Vorteil eiskalt aus und erhöhten ihr Torkonto.

Bis zum 23:15 brauchten sie nur knapp drei Minuten und das war die Vorentscheidung in diesem Spiel. Fünf Minuten vor dem Ende hatten die Barnimer sogar einen 10-Tore-Vorsprung herausgeworfen (27:17) und konnten somit etwas ruhiger die letzten Minuten angehen. Max Zantow erzielte mit seinem vierten Tor den Endstand von 28:19.

Eine gute Leistung der Mannschaft von Trainer Jens Müller. Alle eingesetzten Spieler hatten daran ihren Anteil. Jetzt folgt eine Punktspielpause und es geht erst wieder am 8.12.19 weiter. Da spielt das Team des 1. SV Eberswalde um 16 Uhr beim HC Neuruppin.

Der 1. SV Eberswalde mit: Carsten Meyer, Jonas Nagy; Robin Wielsch (2), Robin Ludwig (4),  Julian Kuhlmann (2), Niklas Schwandt (3), Moritz Assmann (9/4), Max Zantow (4), Daniel Rethfeldt (3), Max Schäfer (1), Klaus-Thomas Kowalsky,

Siebenmeter: Eberswalde 4/4,  Wittstock 2/2, 

2-Minuten: Eberswalde 2 + 1 x Rot, Wittstock 4

Quelle: https://www.handball-eberswalde.de/m%C3%A4nner/unsere-erste/spielberichte/

Männer: Aus der Sicht des Gegners (Wittenberge)

Erfolgreiches Wochenende

Handball: Wittenberge und Perleberg landen klare Siege, Pritzwalk mit Remis

23-19063474_23-66107972_1416392403.JPG von Torsten Gottschalk
11. November 2019, 05:39 Uhr

Ein erfolgreiches Wochenende liegt hinter den drei auf Landesebene spielenden Prignitzer Handballteams. Der PHC Wittenberge landete in der Verbandsliga Nord einen überraschend deutlichen Sieg bei Hansa Wittstock. In der Landesliga Nord ließ Gastgeber Blau/Weiß Perleberg dem HSV Bernauer Bären keine Chance, während der HC Pritzwalk bei Schlusslicht Bad Freienwalde II (24:24) zumindest noch einen Punkt holte.

Hansa Wittstock – PHC Wittenberge 24:35

Mit einer eindrucksvollen Mannschaftsleistung haben sich die Wittenberger beim Aufsteiger in Wittstock den vierten Saisonerfolg gesichert. Lohn war der Sprung auf Tabellenplatz vier. Angeführt vom am Ende 13-fachen Torschützen Martin Giske, der bei seinen sieben Versuchen vom Siebenmeterpunkt keine Schwäche zeigte und sieben Mal traf, lag der PHC bereits nach fünf Minuten mit 4:0 vorn und baute seinen Vorsprung bis zur 20. Minute auf 14:6 aus. Zur Halbzeitpause hieß es 15:9 für die Gäste.

Auch nach dem Seitenwechsel knüpften die Elbestädter nahtlos an die ersten 30 Minuten an. Martin Giske schraubte das Ergebnis mit fünf Toren innerhalb von gerade einmal vier Minuten auf 20:11 in die Höhe. Auch wenn der Vorsprung bis zum Spielende leicht schmolz, war man beim PHC absolut zufrieden. „Wir haben Wittstock gleich in der ersten Viertelstunde den Zahn gezogen. Die Abwehr hat gut gestanden, so wie es eigentlich immer sein sollte. Und vorn haben wir das gut durchgezogen“, meinte Wittenberges Martin Hückel. „Es war ein faires Spiel. Wittstock hatte zu keiner Zeit eine Chance. Der Sieg geht auch in der Höhe in Ordnung“, so Hückel.

PHC Wittenberge: Robert Dehnert, Oliver Glatz – Martin Hückel (4), Martin Giske (13), Patrick Cesla (3), David Krabbe (1), Karl Giske , Sebastian Könning (4), Bastian Prieß (2), Tobias Jüchert (2), Christoph Böcker (2), Christian Feind (3), Konrad Naumann (2), Markus Walter (3)
 
– Quelle: https://www.prignitzer.de/26301832 ©2019

Männer: Aus der Sicht des Gegners (Premnitz)

Premnitzer Handballer feiern souveränen Heimsieg (mit Galerie)

 
Christoph Laak
Märkische Allgemeine Zeitung
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IMG_2082 © Christoph Laak
 

Handball-Verbandsliga: Der TSV Chemie Premnitz setzt sich nach einer geschlossenen Mannschaftsleistung mit 27:20 gegen Hansa Wittstock durch.

„Wir hatten eine gute Spieleröffnung und haben am Ende verdient gewonnen“, freute sich Peter Stolle, Trainer der Premnitzer Verbandsliga-Handballer, nach dem 27:20-Erfolg seiner Mannschaft gegen den FK Hansa Wittstock. Denn mit diesem Sieg haben die Chemiker nicht nur den Gegner in der Tabelle überholt, sondern sich auch auf den 8. Platz vorgeschoben.

Premnitzer Handballer fahren ihren zweiten Saisonsieg ein

Die Chemiker (in Grün) erwischten einen starken Start und führten schnell mit 5:0. Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte setzten sie sich am Ende souverän mit 27:20 durch. Zur Galerie
Die Chemiker (in Grün) erwischten einen starken Start und führten schnell mit 5:0. Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte setzten sie sich am Ende souverän mit 27:20 durch. © Christoph Laak
 

Premnitz erwischte den besseren Start und führte nach wenigen Minuten bereits mit 5:0, ehe die Gäste im Spiel angekommen waren. Beim 9:10 (24.) war Wittstock wieder auf Tuchfühlung, doch der TSV behielt die Neven. Stefan Köpke übernahm Verantwortung, traf bis zur Pause noch dreimal und bescherte Chemie die 15:12-Halbzeitführung. „Nachdem Wittstock besser ins Spiel gefunden hatte, haben wir unsere Linie nicht verloren. Das war wirklich gut“, schätzt Peter Stolle ein.

Starke 15 Minuten reichen den Premnitzern zur Entscheidung

Und seine Halbzeitansprache zeigte offenbar Wirkung. Premnitz zeigte in den ersten Minuten nach dem Seitenwechsel beherzten Handball und konnte sich schnell auf 21:13 (41.) absetzen. „Wittstock hat offen gedeckt, da war es klar, dass wir zu Chancen kommen werden. Meine Mannschaft hat immer die richtigen Lösungen gefunden“, so der Premnitzer Trainer. Über 22:15 und 24:18 warfen die Chemiker letztlich einen souveränen Heimsieg heraus, wobei Youngster Johannes Peters mit sieben Toren der beste Torschütze der Hausherren ans diesem Tag war.

„Ich möchte aber keinen Spieler herausheben, wir haben eine geschlossene Mannschaftsleistung gezeigt. Die Deckungsarbeit, mit einem guten Sebastian Pitsch dahinter im Tor, hat mir gut gefallen. Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft“, verrät Peter Stolle und blickt auch schon ein wenig auf die kommenden Aufgaben voraus. „Wir haben gezeigt, dass wir in der Lage sind, gute Spiele zu machen. Wir müssen dieses Selbstbewusstsein in die nächsten Spiele mitnehmen. Dann können wir weiter punkten“, so Stolle.

Männer: Aus der Sicht des Gegners (Potsdam II)

Spielbericht: 1.VfL Potsdam II vs. FK Hansa Wittstock

„Glückliches Ende einer emotionalen Achterbahnfahrt“

Fortschreibung vom letzten Bericht:
Es ist Sonntag, 09:00 Uhr – Peter (der lt. Wahrnehmung des Storytellers Bäri härteste Trainer, den die Zwote je gesehen hat) Mnich kehrt von seiner 12 km Laufrunde zurück. Diese war notwendig, um den Cortisolspiegel vom Vorabend abzubauen.
Der fortwährende Diagnoseprozess reproduzierte beim Lauf dabei diverse Erkenntnisse:
In verschiedenen Studien und Dissertationen sind Auslöser und Effekte von Achterbahnfahrten ausgiebig untersucht und beschrieben worden. Dort werden z.B. Auswirkungen vom kontinuierlichen negativen Stress (Distress) und dem kurzzeitig und punktuell auftretenden positiven Stress (Eustress) dargelegt. Achterbahnfahren löst positiven Stress aus und sorgt damit für eine Stressentlastung.
Warum war die Anfahrt über die A24 nicht analog einer Achterbahnfahrt? Was könnte man tun, damit Baustellenverkehr und Verzögerungen positive Effekte erzielen?

16:30 Uhr: Eintreffen im schönen Städtchen Wittstock; gegnerische sympathische Mannschaft begrüßen. Beim Umziehen die neuen hautengen Einlaufshirts anschmiegen lassen…Eustress
17:30 Uhr: Anpfiff, fokussierter Beginn, wache Abwehr, vorne noch nicht so zwingende Offensivaktionen, trotzdem eine 4:0 Führung…Eustress
Danach wechselten die Stressphasen hin und her…die Gastgeber mit ihrem gut aufgelegten Rückraum nutzten die wenigen Möglichkeiten konsequent, die ihnen die Defense der Potsdamer bot. Nach fast 14 min wurde das 4:4 erzielt. Bis zur Halbzeitpause konnte sich keines der beiden Teams entscheidend absetzen und es ging mit einem 10:10 in die Kabinen.
Nach der Pause konnten sich die Wittstocker immer wieder gut durch einfache Auslösehandlungen in Szene setzen. Der Zwoten ging im Offensivspiel etwas die Spielkultur verloren und die Bemühungen zum Torerfolg wurden durch zahlreiche Unterbrechungen der Referees sowie durch einen gut aufgelegten Paul Sauer im Kasten der Gäste gestoppt.
Der Cortisolanstieg in den Körpern der Zwoten war dabei in astronomische Höhen angekommen; seltsamerweise treten diese nicht nur medizinisch bedenklichen Auswüchse beim Aufeinandertreffen spezieller Persönlichkeitstypen und Funktionen auf. Aus Gründen der sportlichen Fairness, der subjektiven Wahrnehmung und des Framings verzichten wir auf weitere Erläuterungen in diesem Kontext.
Nicht schmälern möchten wir die gute Leistung der Wittstocker, die bis zum Ende der Partie ein gleichwertiger Gegner an diesem Tage waren. Bis Mitte der zweiten Halbzeit liefen die Potsdamer immer 1-2 Toren hinterher, mit Beginn der Crunchtime änderte sich das Blatt und die Hanseaten begannen mit der Hatz zur Reduzierung des Rückstandes.
Und wie es sich für eine gut choreografierte Stress-Studie gehört, gab es mit der Schlusssirene noch einen Siebenmeter für die Wittstocker, die somit die Chance zum 24:24 Ausgleich hatten.

Zum Matchwinner der Zwoten mutierte der an diesem Tage sehr gut haltende Julian von Hoff.
Mit seiner Ruhe und der rechten Pranke hielt er den letzten Wurf – was danach über ihn hereinbrach, was Stressentladung pur. Die Freude über den durchaus glücklichen Sieg entlud sich in einem wilden Getümmel.
Wir bedanken uns an dieser Stelle bei dem jungen Team der Wittstocker, das uns vieles abgefordert hat und wünschen ihnen für den weiteren Verlauf viel Erfolg.

Für die Zwote steht jetzt eine intensive Nach- und Vorbereitung an. Am nächsten Wochenende warten dann mehrere Höhepunkte in der heimischen KSF-Arena:
– Erleben die neuen Spieltrikots der Zwoten ihre Premiere?
– Wird es neue Gesichter in der Teamaufstellung geben?
– Welche Playlist dröhnt zur Erwärmung über die Teufel-Box?
– Und reichen die Sitzbänke für die zahlreichen Zuschauer?
Als Gast wird der HC Neuruppin seine Aufwartung machen – die Zwote wird im Zuge der Stressprävention die Wellness-Infrastruktur der Kirchsteigfeld-Oase nochmals durch Duftkerzen und Illumination optimieren.

Für die Zwote cortisolierten:
Julian & Jann im Kasten
Günni, Hübi, Potsdams Hoffnung, Shaq, Böhmi, Marc, Tim, Lukas, Jakob und Bunki

(PM)

Quelle: https://www.facebook.com/vfl.zwote/

Handball am Sonnabend in der Stadthalle

Drei Wochenenden in Folge Männerhandball in der Wittstocker Stadthalle – Fanherz, was willst du mehr. Am Sonnabend stellt sich um 17.30 Uhr der Aufstiegsaspirant und Spitzenreiter der Verbandsliga Nord in der Dossestadt vor. Die Hanseaten wollen vor hoffentlich gut gefüllten Rängen den Favoriten aus Potsdam ärgern und eine Überraschung schaffen. Für das leibliche Wohl wird natürlich gesorgt.

 

Männer: Aus Pokalrunde ausgeschieden

Auf Anhieb überzeugend

Rettung: Der neue HSG-Torwart Mark Pastor griff hier gerade noch rechtzeitig zu und verhinderte einen Torerfolg der Wittstocker. Die genaue Bildfolge, wie es zu dieser Szene kam, ist in der Bildergalerie auf www.moz.de/regionalsport zu sehen.
Rettung: Der neue HSG-Torwart Mark Pastor griff hier gerade noch rechtzeitig zu und verhinderte einen Torerfolg der Wittstocker. Die genaue Bildfolge, wie es zu dieser Szene kam, ist in der Bildergalerie auf www.moz.de/regionalsport zu sehen. © Foto: Gunnar Reblin
 
Gunnar Reblin / 08.10.2019, 06:30 Uhr
 
Neuruppin (moz) Der eine zeigte Paraden am Fließband und verteidigte somit das eigene Tor, der andere wuchtete den Ball als Kreisläufer ins gegnerische Netz. Mark Pastor und Andre Ebert sind mit der HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst ins Viertelfinale des HVB-Pokals eingezogen. Die beiden Ex-Handballer des HC Neuruppin sind in ihrem neuen Verein angekommen. Diesen Eindruck gewann man am Sonnabend beim Pokalturnier in Wittstock. Die gastgebenden Hanseaten waren als Underdog angetreten und verloren beide Partien. Der klare Favorit, die HSG mit Pastor und Ebert, bezwang zunächst Wittstock mit 24:21 und dann auch den 1. VfL Potsdam II mit 24:13. Der Brandenburgligist setzte sich erwartungsgemäß gegen die beiden Verbandsliga-Vertreter durch. “Das war auch unser Ziel. Wir wollten hier eine Runde weiter kommen”, erklärte HSG-Torwart Mark Pastor.

Entspannte Wittstocker

Bei den Wittstockern machte sich nur eine minimal spürbare Enttäuschung ob des verpassten Einzugs in die nächste Runde breit. Trainer Sven Hennigs wollte nichts von einem bewussten Abschenken wissen. Dennoch betonte er: “Der sportliche Wert des Pokalwettbewerbs hält sich für uns in Grenzen. Aber wir nutzen diese Gelegenheit gerne, um unter Wettkampfbedingungen einige Spielzüge einzustudieren und auch den Jungs aus der zweiten Reihe mal eine Chance zu geben, sich zu zeigen.” Schickte Hennigs im ersten Match gegen die HSG noch seine erste Garde aufs Parkett, die sich auch achtbar verkaufte, durften im zweiten Match gegen die Potsdamer zahlreiche Youngster Erfahrungen sammeln. Dazu zählte auch Aaron-Darius Voß. Der 18-jährige Linksaußen hatte den Wittstockern die zweite Pokalrunde “eingebrockt”, wie Trainer Hennigs mit einem Augenzwinkern erklärte. “Da macht er im Finale gegen Templin kurz hintereinander fünf Tore und wird zum Matchwinner.” Die zweite Pokalrunde war erreicht.

Gar die dritte erreichte nun die HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst – mit Mark Pastor und Andre Ebert. Die beiden Neuruppiner pendeln zweimal in der Woche nach Ahrensdorf, ein Ortsteil von Ludwigsfelde, zum Training. “Uns beiden gefällt es ganz gut. Wir sind gut aufgenommen worden. Es macht Spaß”, sagte Mark Pastor in einer Turnierpause. In Wittstock wechselte er sich mit dem Ex-Wittstocker Rico Teschner zwischen den Pfosten ab. “In der Liga habe ich zuletzt dreimal komplett gestanden”, fühlt sich der junge Schlussmann dennoch nicht als klare Nummer eins. Auch Andre Ebert bekommt viel Einsatzsatz. Diese hätten sie vermutlich auch beim HC Neuruppin in dieser Saison erhalten, doch der Ruf eines höherklassigen Teams, die HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst spielte eine Liga höher als der HCN, war zu verlockend.

Mit ihrem neuen Team läuft es für die beiden Neuruppiner auch in der Liga, aktuell Platz zwei. Zuletzt trafen Mark Pastor und sein Bruder Fabio im  Liga-Duell aufeinander. “Da habe ich ihm schön zwei Dinger eingeschenkt”, lacht der Torwart. Die HSG siegte zuhause gegen Oranienburg II mit 36:30. Fabio Pastor traf für den OHC II viermal, Ebert und Mark Pastor jeweils zweimal für die HSG. Zur Erklärung schiebt der Torwart nach: “Oranienburg hat hintenraus offen, ohne Schlussmann gespielt, das konnte ich nach zwei Paraden nutzen und selber schnell abschließen.”

Diese Situation ergab sich am Sonnabend in Wittstock nicht. Da glänzte Mark Pastor in seinem Kerngebiet, dem Bälle abwehren. Und er leitete mit perfekt-getimten Pässen Konter ein. Exemplarisch dafür stand eine Szene in der 28. Spielminute. Pastor bremste den Ball nach einem Wurf von Wittstocks Tobias Hennigs mit dem linken Arm etwas ab, jedoch flog die Kugel Richtung Netz. Blitzschnell drehte sich der Keeper um, fischte das Spielgerät mit der linken Hand knapp unter der Latte von der Torlinie und krachte dabei an den Pfosten. Pastor nahm sogleich den Ball auf. Ein Blick. Ein millimetergenauer Wurf zum Konter-laufenden Marius Paul, der zum 17:13 für die HSG traf. Dazu befragt, antwortete Pastor: “Der Ball war nicht drin, er war genau unter der Latte, also wenn, dann auf der Torlinie.”

Für einen anderen Ballfänger war es ein besonderes Turnier. Rico Teschner kehrte mit der HSG an seine alte Wirkungsstätte zurück. Er hielt jahrelang die Bälle für Hansa. Trainer Sven Hennigs spielte noch mit ihm zusammen. “Tesche”, so der Coach, “hat alle Jugendteams bei uns durchlaufen. Ich bin mir sicher, er wird auch irgendwann zurückkommen.”

HVB-Pokalturnier in Wittstock

Teilnehmer:HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst (Brandenburgliga)Hansa Wittstock (Verbandsliga)1. VfL Potsdam II (Verbandsliga)

Modus:Jeder gegen jeden, Spielzeit zweimal 20 Minuten

1. Spiel:Ahrensdorf/Schenk. -Wittstock 24:21 (13:9)Hansa: Sauer, Schulz – Rene Willführ (3), Gratzkowski (6), Müller, Holtmann (4), Martin Willführ (4), Mühmer, Gießel (1), Hennigs (2), Neumann, Voß, Kipcke, Holz (1)

2. Spiel:Wittstock -Potsdam II 11:29 (6:14)Hansa: Sauer – Rene Willführ (1), Ahrend (1), Gratzkowski (3), Müller, Mühmer (1), Gießel, Hennigs (4), Voß, remter, Kipcke (1), Kröcher, Holz, Bartelmann

3. Spiel:1. VfL Potsdam II -Ahrensdorf 13:24 (8:14)

Turniersieger: HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst ⇥gü

Quelle: https://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1757570/?res=1

Männer: Pokal-Heimturnier am Sonnabend

Für Hansa Wittstocks Handball-Männer steht am Sonnabend ein wenig Abwechslung in Form der zweiten Pokalrunde auf dem Programm. Los geht es im Dreierturnier bereits um 11 Uhr in der Stadthalle, im Modus Jeder gegen Jeden messen sich die Gäste aus Potsdam (Verbandsliga) und aus Schenkenhorst (Brandenburgliga) mit den Hanseaten, nur der Turniersieger zieht ins Viertelfinale des HVB-Pokals ein. Für Hansa sind diese Spiele eine Chance, auch den Spielern aus der zweiten Reihe Spielpraxis auf hohem Niveau geben zu können und vielleicht eine Überraschung zu schaffen.

Männer: Ein 6:0-Lauf zur richtigen Zeit

Verbandsliga-Handballer von Hansa Wittstock gewinnen in Wusterwitz mit 30:26

Von Marius Böttcher
Handball-Verbandsliga Nord, Männer: Blau-Weiß Wusterwitz – Hansa Wittstock 26:30 (13:12). Die Hanseaten sind zurück in der Erfolgsspur: Für die 16:24-Derbyniederlage gegen den HC Neuruppin hat sich der Aufsteiger beim SV Blau-Weiß Wusterwitz mit einem 30:26-Erfolg rehabilitiert. Diese zwei Punkte mussten sich die Schützlinge von Trainer Sven Hennigs jedoch hart erkämpfen: „Wir wussten, dass es gegen die erfahrene Truppe aus Wusterwitz schwer werden würde. Unsere Ruhe und auch unsere Fitness haben im Endeffekt aber den Unterschied gemacht.“

Zwar erzielte Rückraumspieler Marc-Steffen Köhring das erste Tor des Tages, den besseren Start erwischten aber insgesamt die Hausherren. Fünf Tore nacheinander bescherte den Blau-Weißen eine 8:3-Führung, auch fünf Minuten vor der Pause rannten die Dossestädter noch immer einem Fünf-Tore-Rückstand (8:13) hinterher. „Wir haben in der ersten Halbzeit keine gute Abwehr gestellt, einfach keine Hand an den Ball bekommen und die Kreisläufer des Gegners nicht in den Griff bekommen“, kritisierte Hennigs, der sich zur Umstellung auf eine 6:0-Abwehr gezwungen sah. Mit dem besseren Gefühl gingen auch die Gäste, die noch auf 12:13 verkürzen konnten, in die Pause.

Zu Beginn des zweiten Spielabschnitts wog das Pendel hin und her, keine Mannschaft wusste sich entscheidend abzusetzen. Nachdem Blau-Weiß-Akteur Manuel Quitzdorf einen von insgesamt sieben Siebenmetern in der 46. Minute verwandeln konnte, schienen die Gastgeber den ersten zwei Punkten sehr nahe. Aber von wegen – die Gäste antworteten mit einem 6:0-Lauf innerhalb von sieben Minuten und sorgten somit für die Entscheidung.

„Wir haben unseren Stil durchgespielt, sind ruhig geblieben und haben die konditionellen Defizite der Wusterwitzer gnadenlos ausgenutzt“, resümierte Sven Hennigs, der für einen Schützling ein Extra-Lob parat hatte: „Karsten Mühmer habe ich erst nach dem Seitenwechsel gebracht und er hat den Schalter umgelegt. Auf Linksaußen sieben Tore in einer Halbzeit zu werfen, ist stark.“ Sehr zufrieden ist der Hansa-Coach auch mit der bisherigen Ausbeute, nach drei Partien steht der Aufsteiger mit 4:2-Punkten im oberen Mittelfeld. „Wir haben vier Zähler auf der Habenseite, das ist super. Das Spiel gegen Neuruppin war ein extremer Ausrutscher, den meine Jungs erstmal abschütteln mussten. Heute haben wir Mentalität gezeigt.

Hansa: Paul Sauer, Christopher Schulz, René Willführ, Felix Gratzkowski (2), Hannes Holtmann (4/4), Martin Willführ (6), Karsten Mühmer (7), Robert Gießel (1), Marc-Steffen Köhring (2), Tobias Hennigs, Max Havemann (1), Frank Neumann (1), Lucas Kipcke (2), Tobias Altmann (4)

18 Zwei-Minuten-Strafen verteilten die Schiedsrichter Markus und Uwe Gensichen in dem intensiven Spiel. Wittstocks Frank Neumann erhielt sogar drei davon und bekam die Rote Karte.