I. Männer: Torwartmangel bei HCN und Hansa

Geschrieben von: Sina Brigzinsky, Ruppiner Anzeiger

Handball: Die Umschüler /Torwartmangel bei HCN und Hansa

 

Heimatsport (MZV) Mit Junioren stocken sowohl die Handballer von Hansa Wittstock als auch die vom HC Neuruppin II ihre Landesliga-Kader auf. Da die Liga von vier auf drei Staffeln reduziert wird, gilt es, unter die besten acht Teams zu kommen.

 

„Das werden wir auch schaffen“, ist HCN-Trainer Wilfried Mundchen optimistisch. „Noch so eine Saison mit extrem vielen verletzungsbedingten Ausfällen wird es ja hoffentlich nicht geben“, blickt er auf den durch Personalnot bedingten sechsten Platz der Vorsaison zurück. Gemeinsam mit Routinier Christian Koall will er das Team durch die Spielserie führen. Koall wird aber weiterhin auflaufen.Weil sowohl HCN als auch Hansa Wittstock keine A-Jugend im Spielbetrieb haben, rücken die ehemaligen B-Junioren direkt in den Männerspielbetrieb auf. Während sie bei Hansa hauptsächlich Erfahrung in der neu gemeldeten zweiten Mannschaft in der Spielunion sammeln sollen und nur gelegentlich im Landesliga-Team Einsatzzeiten bekommen, so werden Ole Dau, Jonas Simon und Ludwig Kroll per Doppelspielrecht unter Mundchen für den HCN II auflaufen.Der alte Stamm ist zudem bis auf Mario Mundchen (dritte Mannschaft) zusammen geblieben. „Ich freue mich besonders, dass ich Tobias Schulz halten konnte. Er ist nach Berlin gezogen, kommt aber regelmäßig zum Training und zu den Spielen“, so Mundchen. Die Talente Tobias Kröcher und William Kehnscherper, die in der abgelaufenen Serie sogar mit dem Oberliga-Kader auf die Platte durften, gehören ebenfalls zum Team der Zweiten. „Tobias wird das Tor hüten. Sonst habe ich niemanden, denn Dennis Plötz spielt weiter bei der Ersten. Zudem versuche ich, Dandy Zolper umzufunktionieren, dass ich auch einen Ersatzmann habe.“Die Probleme mit der Besetzung der Position zwischen den Pfosten kennt Mundchens Gegenüber Thomas Brigzinsky nur zu gut. Ihm bricht Stamm-Keeper Christian Hamann nach einer Knie-Operation auf unbestimmte Zeit weg. Ersatzmann Tobias Altmann ist auf Landesebene als Schiedsrichter tätig und steht nicht immer zur Verfügung. „Ich hoffe, dass Julien Schützmann diese Position bekleiden kann, wir trainieren darauf hin“, wird auch bei Hansa ein Feldspieler umgeschult. „Vielleicht kann mein Bruder Steffen aushelfen, wenn Not ist. Dann passt es schon.“Während Mundchen das größte Manko bisher in der Kondition sah, weil gegen Spielende vor allem den jungen Akteuren oft die Luft ausging, hat Brigzinsky sein Augenmerk in der Vorbereitung auf die Offensive gelegt. „Im Positionsangriff müssen wir an unserem Repertoire feilen. Er muss besser und flexibler werden, um unsere stabile Abwehr mehr stützen zu können.“ Zudem wird es immer wieder Umstellungen geben, denn „wir haben Studien- und Berufsanfänger in unseren Reihen, die nicht immer dabei sein können. Dann darf auch mal die Jugend aufrücken.“ Die Talente sind Martin Willführ, Lukas Kipcke, Marc Heidenreich und Danilo Köhring.Was die Einschätzung des Favoritenkreises angeht, da sehen beide Trainer ihre Ruppiner Konkurrenz nicht chancenlos. Wilfried Mundchen: „Westhavelland ist einige Etagen tiefer gerutscht, aber sicher noch stark, Falkensee hat sich verstärkt und Wittstock wird vielleicht auch eine gute Rolle spielen.“ Brigzinsky sagt: „Mein Favorit ist Milow. Das Team kommt von oben und hat noch sieben, acht Leute aus dem alten Kader dabei. Werder ist nicht zu verachten, hat einen großen und ausgeglichenen Kader. Auch Neuruppin habe ich auf der Rechnung – wenn alle an Bord sind.“ Den zweiten Tabellenplatz seines Teams in der abgelaufenen Spielserie will er nicht überbewertet sehen. „Wir haben trotzdem zwölf Punkte hinter dem Spitzenteam gelegen und unseren Verfolgern fehlten auch nur zwei, drei Punkte. Es war knapp und hatte sicher auch ein wenig mit Glück zu tun, dass wir da gelandet sind.“ Trotzdem soll die Leistung aus dem Vorjahr bestätigt werden.Hauptziel beider Trainer ist es, „im kommenden Jahr weiter Landesliga zu spielen“, sagen beide unisono mit Blick auf die Reduzierung der Liga von vier auf drei Staffeln. Zwar erklärte der Präsident des Handballverbands Brandenburg, Olaf Ermling, gestern, dass die „Verfahrensweise noch diskutiert wird“, trotzdem gehen die Trainer davon aus, dass wahrscheinlich mit vier Absteigern zu rechnen ist. „Damit müssen wir mindestens Achter werden“, so Wilfried Mundchen.

 

Ein Derby zum Auftakt: Der HC Neuruppin II (im Angriff) und Hansa Wittstock (in Blau) treffen am 8. September um 17 Uhr in Wittstock aufeinander. © Haack

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