I. Männer: Zehn Minuten ohne Treffer

Zehn Minuten ohne Treffer

TSG Liebenwalde – Hansa Wittstock 26:21 (11:12)

Ein Lauf von sechs Toren in Folge durch die TSG Liebenwalde nach der Halbzeitpause bedeutete für die Landesliga-Handballer von Hansa Wittstock am Sonnabend eine unnötige 21:26 (12:11)-Niederlage. Zu Spielbeginn hatten die Dossestädter Probleme. Zwar spielten sie nicht schlecht, aber bei den Abschlüssen fehlte die Feinjustierung. Sie trafen entweder die Pfosten oder den starken Liebenwalder Keeper. Die TSG ging mit 5:3 in Front. Das war auch der unglaublich schnellen Mitte und einer starken Gegenstoßkonzeption zu verdanken. „Da waren unsere Jungs langsam gegen. Und das will etwas heißen“, so Hansa-Coach Thomas Brigzinsky.

In der Folge agierten die Teams aber gleichwertig. Die Deckungsreihen bestimmten das Spiel. Auf der einen Seite Liebenwalde mit einer groß gewachsenen 6:0-Deckung und auf der anderen Hansa mit der gestaffelten 3:2:1-Variante. Vor allem Tobias Hennigs überzeugte.

Torhüter Christian Hamann stand dabei nicht zwischen den Pfosten. Aufgrund von Feldspielermangel agierte er als Spitze der Deckung und im Angriff als Kreisläufer. Er kam aus einem Gegenstoß heraus sogar zum Torerfolg. „Er hat wirklich sehr gut und ohne Angst gespielt und durchgehalten. Das fand ich sehr stark“, so Brigzinsky.

Im Angriff setzten die Dossestädter nun um, was geübt wurde. Die einstudierten Auslösehandlungen gegen eine 6:0-Abwehr funktionierten. Nur war die Abschlussschwäche schon in dieser Phase zu bemerken. Zwar konnte Hansa sich auf 12:9 absetzen, aber die Abschlussschwäche sollte sich später rächen. Die Gastgeber bäumten sich auf und kamen bis zur Pause auf 11:12 heran.

Nach dem Wechsel spielte Hansa zwar genauso weiter und kam auch zu Chancen, aber nun wurden kaum noch Möglichkeiten verwertet. In den ersten zehn Minuten knallte der Ball viermal gegen Holz. Die Gastgeber machten es besser und zogen auf 17:12 davon. Diesem Spielstand liefen die Wittstocker bis zum Ende hinterher. „Zehn Minuten ohne Treffer in einem solch torarmen Spiel bedeuteten einfach die Vorentscheidung“, so Brigzinsky. Zwar kamen die Dossestädter noch auf 21:24 heran. Doch Liebenwaldes Eric Böhm war in der Folge nicht zu stellen und traf mehrfach. „Liebenwalde wurde am Ende zwar nervös, aber  Böhm war unser Todesstoß. Taktisch haben wir umgesetzt, was wir wollten. Es ist sehr schade, dass wir verloren haben“, so der Coach enttäuscht.

Liebenwalde: Eckner/Stegemann – Böhm (5/2); Broja (4); Dziellack (4); Ernst (2); Jüterbock (1); Lahl (1); Pfennig (1); Stemka (3); Christahl (1); Fledrich (1); Albrecht (3)

Hansa: Teschner – Heukeshoven; Barthel; Schützmann (1); Hamann (1); Holtmann (5/3); Köhring (6/2); Hennigs (4); Neumann (1); Schmidt (3)

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