Männer: Ein 6:0-Lauf zur richtigen Zeit

Verbandsliga-Handballer von Hansa Wittstock gewinnen in Wusterwitz mit 30:26

Von Marius Böttcher
Handball-Verbandsliga Nord, Männer: Blau-Weiß Wusterwitz – Hansa Wittstock 26:30 (13:12). Die Hanseaten sind zurück in der Erfolgsspur: Für die 16:24-Derbyniederlage gegen den HC Neuruppin hat sich der Aufsteiger beim SV Blau-Weiß Wusterwitz mit einem 30:26-Erfolg rehabilitiert. Diese zwei Punkte mussten sich die Schützlinge von Trainer Sven Hennigs jedoch hart erkämpfen: „Wir wussten, dass es gegen die erfahrene Truppe aus Wusterwitz schwer werden würde. Unsere Ruhe und auch unsere Fitness haben im Endeffekt aber den Unterschied gemacht.“

Zwar erzielte Rückraumspieler Marc-Steffen Köhring das erste Tor des Tages, den besseren Start erwischten aber insgesamt die Hausherren. Fünf Tore nacheinander bescherte den Blau-Weißen eine 8:3-Führung, auch fünf Minuten vor der Pause rannten die Dossestädter noch immer einem Fünf-Tore-Rückstand (8:13) hinterher. „Wir haben in der ersten Halbzeit keine gute Abwehr gestellt, einfach keine Hand an den Ball bekommen und die Kreisläufer des Gegners nicht in den Griff bekommen“, kritisierte Hennigs, der sich zur Umstellung auf eine 6:0-Abwehr gezwungen sah. Mit dem besseren Gefühl gingen auch die Gäste, die noch auf 12:13 verkürzen konnten, in die Pause.

Zu Beginn des zweiten Spielabschnitts wog das Pendel hin und her, keine Mannschaft wusste sich entscheidend abzusetzen. Nachdem Blau-Weiß-Akteur Manuel Quitzdorf einen von insgesamt sieben Siebenmetern in der 46. Minute verwandeln konnte, schienen die Gastgeber den ersten zwei Punkten sehr nahe. Aber von wegen – die Gäste antworteten mit einem 6:0-Lauf innerhalb von sieben Minuten und sorgten somit für die Entscheidung.

„Wir haben unseren Stil durchgespielt, sind ruhig geblieben und haben die konditionellen Defizite der Wusterwitzer gnadenlos ausgenutzt“, resümierte Sven Hennigs, der für einen Schützling ein Extra-Lob parat hatte: „Karsten Mühmer habe ich erst nach dem Seitenwechsel gebracht und er hat den Schalter umgelegt. Auf Linksaußen sieben Tore in einer Halbzeit zu werfen, ist stark.“ Sehr zufrieden ist der Hansa-Coach auch mit der bisherigen Ausbeute, nach drei Partien steht der Aufsteiger mit 4:2-Punkten im oberen Mittelfeld. „Wir haben vier Zähler auf der Habenseite, das ist super. Das Spiel gegen Neuruppin war ein extremer Ausrutscher, den meine Jungs erstmal abschütteln mussten. Heute haben wir Mentalität gezeigt.

Hansa: Paul Sauer, Christopher Schulz, René Willführ, Felix Gratzkowski (2), Hannes Holtmann (4/4), Martin Willführ (6), Karsten Mühmer (7), Robert Gießel (1), Marc-Steffen Köhring (2), Tobias Hennigs, Max Havemann (1), Frank Neumann (1), Lucas Kipcke (2), Tobias Altmann (4)

18 Zwei-Minuten-Strafen verteilten die Schiedsrichter Markus und Uwe Gensichen in dem intensiven Spiel. Wittstocks Frank Neumann erhielt sogar drei davon und bekam die Rote Karte.