Männer: erfolgreich in Neuruppin

Hansa Union

Diese Vermutung lassen zumindest die Ergebnisse der Spiele in dieser Saison zu. Im Hinspiel gewann Hansa 38:18, im heutigen Auswärtsspiel gewannen sie 19:32.

Dünne Bank, überzeugender Auftritt

Hansa begann besonnen, das Angriffsspiel wurde verschleppt und mit Tempowechseln in der ersten/zweiten Welle wurde aufgrund der dünnen Bank gearbeitet. Die ersten 10 min. des Spiels gehörten aber dem Oldie im Team. Mike Kanthak wurde oftmals am Kreis freigespielt vom Rückraum oder aber er verwandelte die 7m. Neuruppin begann hingegen passiv in der Abwehr und mit wenig Seitbewegung, somit entstanden Lücken die genutzt wurden. Infolge dessen kamen die Unioner oftmals zu spät und wurden von den sehr guten Schiedsrichtern mit 2 min. Strafen belegt. Die Unparteiischen hatten das Spiel dann schnell im Griff, in einer ansonsten sehr fairen Partie. Die Hanseaten zogen dann auf 5:9 weg. Mit dieser Führung im Rücken steigerte sich auch Torhüter Hamann, der bis dahin eine unterirdische Leistung bot. Peu à peu setzen sich die Hanseaten aus ihrer gewohnten aggressiven, offensiven Deckungsvariante ab. Die gegnerische Angriffsreihe hatte einige Probleme mit der Abwehrformation, die sie zu vielen Abspielfehlern zwang oder aber zu technischen Fehlern. Die Konterspezialisten Gießel/Hennigs nutzen dann effektiv ihre Chancen.

In der Halbzeit warnte Ersatz-Coach Stachowski davor, einen Haken an das Spiel zumachen. Andererseits lobte er auch das Auftreten, in dem sich jeder Feldspieler nahtlos einfügte. Und Hansa legte bei Wiederanpfiff los wie die Feuerwehr. Die Unioner schienen noch in der Kabine. Kaum Gegenwehr in der Abwehr, Ideenlos im Angriff, hinzu kam wenig Bewegung im Rückraum, dass führte wiederrum zu Kontertoren seitens Hansa oder über H. Holtmann, den sich nun riesen Lücken im Mittelblock boten. Allerdings hielt Hansa nur 10 min. durch. Beim Stand von 10:23 nahmen sich die Spieler eine Auszeit, in der Union sich heran kämpfen hätte können, wenn sie ihre Chancen genutzt hätten. 7m, Konter und Abschlüsse aus dem Rückraum fanden nicht den Weg ins Wittstocker Gehäuse, außerdem lag das Torhüter-Plus bei Hansa. Tom Goessgen setzte dann ein Zeichen. Als Deckungsaußenspieler fing er einen Pass ab und lief den Konter erfolgreich durch. Nun war auch wieder Struktur im Angriffsspiel. Zum Ende wurde dann auch gezaubert, Kreuzung Goessgen/Holtmann, Rückpass zu Goessgen, der legt ab auf Außenspieler Hennigs, der spielt parallel zu Gießel, der dann vollstreckt. Ein Konter später folgte dann der Kempapass von Holtmann auf Gießel, der das Leder ganz genau in den Winkel hämmerte.

Hansa: Ch. Hamann – M. Willführ (4), L. Kipcke (4), T. Hennigs (3), T. Goessgen (1), R. Stachowski (3), H. Holtmann (6), M. Kanthak (5), A. Thierbach (2), R. Gießel (4)

Zeitstrafen: Union: 5 Hansa: 3

Schiedsrichter: J. Domagala, M. Domagala

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