Männer I: Aus der Sicht des Gegners (Bernau)

FK Hansa Wittstock : HSV Bernauer Bären
26 : 23 (14 : 10)

Vor Wochenfrist hatte die Landesliga-Mannschaft der Bernauer Bären den derzeitigen Tabellenführer HC 52 Angermünde zu Gast und erkämpfte und erzielte sich ein achtbares Remis.
Am vergangenen Samstag mussten die Männer um Christopher Metzdorf zum bis dahin Zweiten der laufenden Spielzeit, also, wieder eine Punkteteilung wäre für die junge Mannschaft ein Achtungserfolg. Die Voraussetzungen, für ein achtbares Ergebnis, waren am Samstag nicht die besten. Die Bären konnten aus unterschiedlichsten Gründen an diesem Tag zwar zwei Torhüter aber dafür nur sieben Feldspieler aufbieten. Das Spiel begann unter schlechten Bedingungen, weil die für dieses Landesligaspiel angesetzten Schiedsrichter aus Perleberg nicht anreisten. Beide Mannschaftsleitungen einigten sich, um die Begegnung nicht ausfallen zu lassen, auf anwesende Ersatz-Referees. Für die Bären sprang dankenswerterweise ein Sportfreund aus Pritzwalk ein, während die Gastgeber verständlicherweise in der Lage waren, den 2. Mann regelkonform selbst zu stellen.
So begann der Kampf zwischen beiden Teams mit etwas Verspätung, ersparte den Bernauern aber eine erneute Reise nach Wittstock.
Wittstocks Männer machten von Beginn an mächtig Druck auf die Bernauer Defensive; doch bis zum 5:7-Zwischenstand in der 13. Spielminute, konnte diese mit enormem Kampfgeist das Ergebnis offen halten, den 10:14-Rückstand zur Pause, dennoch nicht verhindern. Bis dahin sahen die Zuschauer eine mit starkem körperlichen Einsatz und allen nur möglichen Mitteln in der Abwehr und im Angriff geführte Auseinandersetzung. Die von den Ersatz-Schiedsrichtern bis dahin praktizierte Methode, dass der weisungsberechtigte Feldschiedsrichter die Entscheidungen des besser positionierten Torschiedsrichters aufhob, brachte den als ruhigen und auch als besonnen bekannten Chistopher Metzdorf immer wieder dazu, energisch Fairness einzufordern. Leider aber ohne Erfolg!
Doch es wurde auch Handball gespielt. Nach dem Anpfiff zur 2. Halbzeit sahen die Zuschauer aus beiden Lagern ein entschlosseneres Bärenteam, das den Rückstand verkürzte und wieder bis auf eine Fünf-Tore-Differenz anwachsen ließ. Aus dem 21:16-Rückstand in der 46. Spielminute schafften die Bären innerhalb von 5 Minuten den Ausgleich zum 21:21. Jubel auf der einen, Betroffenheit auf der anderen Seite der Zuschauer, denn der HSV Bernauer Bären lag 5 Minuten vor dem Abpfiff bei 22:21 vorn.
Bis zum 23:23-Zwischenstand, erzielt durch Bernau’s wieder einmal erfolgreichsten Werfer Maximilian Prüfer, war das Spiel offen. Dann mussten die Gäste dem Kräfteverschleiß Tribut zahlen auch weil seit der 51. Spielminute Krishan Gunawan verletzungsbedingt ausfiel und Bernaus Coach große Probleme hatte diese Lücke zu schließen. Dass es den Gastgebern in den letzten knapp 2 Spielminuten unter dem verständlichen Jubel ihrer Fans in zwei Minuten 3 Tore zum ergebnismäßigen sicheren Sieg schafften, haben sie und das selbst nach Aussagen Wittstocker Fans den Fehlern ihrer, mehr als erschöpften, Konkurrenten zu verdanken. Die „platten“ Bernauer vergaben nach großem Kampf zumindest ein Remis. Den Ersatz-Schiedsrichtern eine Mitschuld am Ergebnis zu geben wäre nicht ganz fair; ein Glücksfall für die Gäste war ihr Einsatz aber nicht.
Die in der laufenden Spielzeit von den Bären gezeigten Leistungen und die erzielten Ergebnisse beweisen unter Berücksichtigung der fehlenden Stammkräfte aber, dass sie absolut in der Lage sind, in der oberen Hälfte der Tabelle mitzuspielen.
Was gefiel und missfiel dem Beobachter am Spiel der Bernauer Bären?! Negativ muss die geringe Anzahl aktiver Spieler genannt werden aber positiv die Einstellung aller beim Kampf für das Team und den Verein.
In Wittstock bot Jens Mucha in den ersten 30 Minuten eine gute Leistung. Er hielt u.a. einen 7-m-Strafwurf und die auch hervorragende Leistung von Guido Jost, Torhüter in der zweiten Halbzeit, ermöglichte dem Bärenteam den leider am Ende erfolglosen Endspurt.

Für den HSV Bernauer Bären spielten:
Jens Mucha und Guido Jost im Tor, Holger Findeisen (2), David Schleicher (1), Eric Wolf (3), Krishan Gunawan (5), Markus Lenz (1), Dennis Bohne (2), Maximilian Prüfer (9) und Theo Hildebrand.

Günter Herzberg

von: https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=1206802229394078&id=969536843120619

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*