Männer I: Aus der Sicht des Gegners (Perleberg)

Spielberichte (Männer) vom 16.09.2017

Presseartikel von Eckhard Peglow („Märkische Allgemeine Zeitung“ vom 18.09.2017)

Blau-Weiß behält die Übersicht und damit auch die Punkte Perleberger Handballer feiern in der heimische Rolandhalle gegen den Staffelmitfavoriten aus Wittstock einen gelungenen Saisoneinstand

Handball-Landesliga Nord:

Blau-Weiß Perleberg – FK Hansa Wittstock 30 : 27 (15 : 14).

Unterm Strich war es ein gelungener Einstand des Neuen Perleberger Trainergespanns Marcel Domagala und Gordon Wudke, die der Mannschaft auch noch als Spieler zur Verfügung stehen. Der Schritt von der Verbandsliga zurück in die Landesliga scheint den Rolandstädtern gut bekommen zu sein, sie präsentierten sich so selbstsicher wie schon lange nicht mehr. Das Spiel verlief durchgehend sehr spannend, denn die Gäste von der Dosse hielten sich immer wieder auf Schlagdistanz. Sie machten sogar den erste Treffer und lagen bis zur vierten Spielminute immer wieder mit einem Tor (1:0, 2:1, 3:2) vorn. Nach dem 3:3-Ausgleich in der sechsten Spielminute gerieten die Gastggeber aber nie wieder in Rückstand.

So wundet es auch nicht, dass sich Marcel Domagala „sehr zufrieden“ mit seiner Mannschaft zeigte. „Spielerisch war das sehr in Ordnung, was wir geboten haben. Wir hätten aber noch besser abschneiden, denn wir leisteten uns viele kleine technische und individuelle Fehler, die einen höheren Sieg verhinderten. Ich denke da auch an die Ausnutzung unserer Siebenmeterchancen.“ Den Gastgebern waren sechs Würfe vom Punkt zugesprochen worden, aber nur drei fanden den Weg ins Tor. Eine indentische Erfolgsquote vom Punkt wiesen auch die Wittstocker auf. Ihnen wurden jedoch nur zwei Siebenmeter zugesprochen. Allein der Vergleich der Anzahl der Strafwürfe zeigt, wer in diesser Begegnung die Nase vorn hatte. Die Hansa-Sieben steckte vor gut gefüllter Kulisse in der Rolandhalle jedoch nie auf und suchte immer wieder den Torerfolg. „Doch wir haben zu keiner Zeit Paik geschoben, unser Pensum ruhig runtergespielt und dank einer geschlossenen Leistung verdient gewonnen. Stephan Schubert hat gut reagiert und uns auch in einigen freien Aktionen den Rücken frei gehalten. Ein Wermutstropfen in dieser Begegnung war die schwere Verletzung von Tobias Köhler, der vom Parkett direkt ins Krankenhaus gebracht wurde. Was er ganau hat, wurde aber bisher noch nicht festgestellt. Wir wünschen ihm gute Besserung“, resümierte Marcel Domagala nach der Begegnung.

Mit zwolf Treffern war Mirko Helmdach einmal mehr der erfolgreichste Werfer der Rolandstädter. Domagala selbst traf fünfmal. Sein Spielertrainer-Kollege Marc Steffen Köring war mit sechs Treffern der erfolgreichste Kanonier auf der Gegenseite.

Blau-Weiß Perleberg:

Stephan Schubert, Andreas Ebeling – Tobias Köhler (2), Gordon Wudke, Toralf Hampel (4), Mirko Helmdach (12), Martin Stüwe (1), Marcel Domagala (5), Sebastian Lux (2), Sören Dieme (4), Rene Neuschl, Fabian Seifert, Jonas Schulz, Mirko Großer

Hansa Wittstock:

Paul Sauer – René Willführ, Felix Gratzkowski (4), Hannes Holtmann (2), Martin Willführ, KarstenMühmer(2), Marc Steffen Köhring (6), Immanuel Feigel, Christopher Schulz, Tobias Hennigs (5), Max Havemann (3), Tobias Altmann (1), Jan-Ole Ahrend (1), Lucas Kipcke

Presseartikel von Oliver Knoll („Der Prignitzer“ vom 18.09.2017)

Perleberger feiern sich als Staffelsieger-Besieger

Handballer des SV Blau-Weiß bezwingen Hansa Wittstock mit 30:27 (15:14)

Der Perleberger Sebastian Lux (r.) versucht sich gegen die Wittstocker Abwehr durchzusetzen. Foto: Christin Drescher

Perleberg Ein Saisonauftakt nach Maß in der Landesliga Nord gelang den Handballern des SV Blau-Weiß Perleberg: Sie bezwangen in der Rolandhalle das Team von Hansa Wittstock mit 30:27 (15:14).

„Wir sind sehr zufrieden. Das war ein wichtiges Spiel und dann ein Erfolg gegen den Staffelsieger der vergangenen Saison“, freute sich der Perleberger Spielertrainer Marcel Domagala. Und so kursierte in den Reihen der Blau-Weißen nach Spielende auch der Slogan „Staffelsieger-Besieger“.

Bis in die Mitte der zweiten Hälfte hinein war der Ausgang der Partie völlig offen. Bis zu diesem Zeitpunkt war es einem Team nur einmal gelungen, mit drei Treffern in Führung zu gehen. Das war beim Perleberger 6:3 (10.). Rund eine halbe Stunde später hatte der ehemalige Wittenberger Marc Steffen Köhring, mit sechs Treffern bester Hansa-Werfer, auf 22:21 (48.) verkürzt. Dann zog Blau-Weiß durch Tore von Mirko Helmdach (2) und Sören Dieme auf 25:21 davon. Eine Vorentscheidung.

Zwar versuchten die Gäste noch einmal alles, doch es war umsonst. Über 28:23 und 30:26 brachten die Perleberg den Erfolg in diesem Nachbarschaftsduell – das nur von einem angereisten Schiedsrichter geleitet wurde – unter Dach und Fach.

„Die Führung Mitte der zweiten Halbzeit haben wir uns dann nicht mehr nehmen lassen, sie diesmal ruhig und solide verwaltet. Wir sind nicht in Hektik verfallen, haben uns auf das Spiel konzentriert, nicht diskutiert und sind als Team aufgetreten“, fand Marcel Domagala lobende Worte für seine Mitspieler.

Aber auch verständlich, dass noch nicht alles nach Wunsch lief. „Da gab es ein paar technische Fehler, die wären zu vermeiden gewesen. Doch an irgendetwas müssen wir ja im Training arbeiten“, sagte der Coach mit einer Prise Humor. Die Perleberger sind am 2. Spieltag zu Gast beim SV Jahn Bad Freienwalde II.

Blau-Weiß Perleberg:

Stephan Schubert, Andreas Ebeling – Tobias Köhler (2), Gordon Wudke, Toralf Hampel (4), Mirko Helmdach (12), Martin Stüwe (1), Marcel Domagala (5), Sebastian Lux (2), Sören Dieme (4), Rene Neuschl, Fabian Seifert, Jonas Schulz, Mirko Großer

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