Männer I: Aus der Sicht des Gegners (Pritzwalk)

Pritzwalk gewinnt das Derby in Wittstock

FK Hansa Wittstock – Handball Club Pritzwalk 20:24 (9:12)


In den letzten Spielen hatten sich die Pritzwalker selten für den betriebenen Aufwand belohnt und so einige Punkte liegen gelassen. Und nun ging es zum Tabellenzweiten nach Wittstock. Begleitet und unterstützt wurde man von ca. 50 mitgereisten Fans.
Trainer Milan Glißmann forderte eine konsequente Abwehrarbeit um die Wittstocker nicht ins Spiel kommen zu lassen. Genau nach zwei Minuten erzielte Thomas Brauer das erste Tor des Spiels. Dann erzielten die Gastgeber ihre ersten beiden Tore, doch Toni Eicker glich postwendend wieder aus. Die erneute Wittstocker Führung wandelten Johannes Rusch und Florian Boldt zur Pritzwalker Führung. Als Eicker in der 13. Minute die 5:4 Führung warf nahm Wittstocks Trainer seine Auszeit. An deren Anschluss erzielten die Dossestädter drei Tore hintereinander und mit dem 7:5 erstmals eine zwei Tore Führung. Die Pritzwalker Fans machten jetzt lautstark Stimmung und prompt brachten Martin Paetz und Eicker ein 7:7 auf die Anzeigetafel. Wittstock spielte immer nervöser und glänzte mit Fehlabspielen oder scheiterten an André Jähnigen im Pritzwalker Tor. So stand es nach 25 Minuten immer noch nur 9:8 für die Gastgeber. Und es sollte für sie noch schlimmer kommen. Während es ihnen nicht mehr gelang Jähnigen im Tor zu überwinden erzielten Paetz, Boldt, Christian Feind und Eicker die von den Fans umjubelte 12:9 Pausenführung.
In der Halbzeitpause machte Trainer Glißmann allen klar, dass die Wittstocker jetzt noch aggressiver aus der Pause kommen werden und alles besser machen wollen. Und genauso kam es auch, Wittstock verkürzte erst auf 11:13, in der 40. Minute sogar auf 13:14 und bekam einen Siebenmeter zugesprochen. Im Hinspiel hatte der Wittstocker Boris Löhlein in der letzten Minute zum 15:14 Siegtreffer getroffen, doch dieses Mal hieß der Sieger André Jähnigen. Pritzwalk kam zurück, Rusch von Linksaußen und Marian Glißmann mit einem Konter stellten innerhalb von 20 Sekunden den alten Abstand wieder her und Wittstock nahm wieder zeitig die Auszeit (41. Minute). Die Gastgeber verkürzten noch einmal auf 15:16, aber durch eine übertriebene Härte dezimierten sich die Gastgeber selbst. Als Eicker, zwei Mal Feind und Brauer das Ergebnis auf 15:20 (50. Minute) stellten, kannte der Jubel der Pritzwalker Fans keine Grenzen mehr. Bei Sven Vierjahns 23:17 in 57. Minute klang ein lautstarkes „So was hat man lange nicht gesehen“ aus dem Pritzwalker Fanblock. Wermutstropfen des Spieles, neben einem Wittstocker erhielt auch Feind den roten Karton vor die Nase gehalten. Und da diese mit Bericht erwähnt wird, muss er wohl demnächst zuschauen.
Unbemerkt von den Schiedsrichtern hatte Wittstock in der letzten Minute neben dem Torhüter sogar 7 Feldspieler auf den Platz, doch mehr als das 20:24 gelang nicht mehr.
Die Pritzwalker Torjägerkrone müssen sich Eicker und Feind teilen, Jähnigen hatte eine Fangquote von 50 % und besonders hervorheben muss man die geschlossene Mannschaftsleistung.
Statement von Trainer Glißmann: „Wir waren gut vorbereitet, wussten um die Stärken unserer Gegner.  Haben dann die Emotionen der zahlreichen und lautstarken Fans aufgenommen und uns zu dieser tollen Leistung gepusht.“


A J


Aufstellung Pritzwalk: Christian Käpernick, André Jähnigen (beide Tor); Florian Boldt, Sven Vierjahn, Johannes Rusch, Toni Eicker, Martin Paetz, Andy Kitzmann, Christian Feind, Thomas Brauer, Marian Glissmann, Sebastian Wienke, Marvin-Dustin Eggebrett

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