Männer I: Erste Landesligapunkte im Sack

Auftakt geglückt
Hansa Wittstock (Männer I) – Oranienburger HC III 34:24 (19:12)
Vor mehr als 300 Zuschauern bejubelten die Landesliga-Handballer von Hansa Wittstock ihren ersten Saisonerfolg. Nach zwei Jahren Abstinenz setzte sich der Aufsteiger mit einem deutlichen 34:24 (19:12) gegen den Oranienburger HC III durch.
Auf der Auswechselbank der Hansa-Kogge gab es keinen freien Platz mehr, schließlich hatte neben den Spielern auch Maskottchen „Rubber der Reifen“ Platz genommen. Anders sah es auf der Bank der Gäste auf, die stark ersatzgeschwächt angereist waren und nur zwei Ersatzspieler dabei hatten.
Hansa startete gut, holte gleich die ersten Bälle und lief die ersten Gegenstöße. Mit dem 3:0 kam auch etwas Ruhe ins Spiel der extrem nervösen Wittstocker. Oranienburg nutzte aber in der Folge immer wieder Unkonzentriertheiten in der Wittstocker Defensive, wenn diese nicht kompakt genug stand. So blieben die Gäste bis zum 6:4 für Hansa dran. In der Folge aber stellte sich Hansa immer besser auf den Oranienburger Kreisläufer ein, provozierte viele Ballverluste und wandelte diese Chancen in Tore um. Über das 12:8 spielten sich die Wittstocker auf 17:8 davon. Bei den Gästen gingen nun die Köpfe runter. Auf Seiten des Heimteams aber nahm sich nun fast jeder eine Halbchance und es wurde kaum noch zurückgelaufen. Diese Chance nutzte wiederum Oranienburg, um zu verkürzen, denn der starke Paul Sauer im Wittstocker Tor wurde ein ums andere Mal sträflich allein gelassen. Mit einem 19:12-Vorsprung ging es in die Pause.
Die schwache Angriffseffektivität von unter 50 Prozent war in der Pause Thema in der Kabine – eine Steigerung musste her. Die Worte schienen gefruchtet zu haben. In den ersten Minuten der zweiten Hälfte wirkte Hansa konzentriert und erarbeitete sich einen Zehn-Tore-Vorsprung. Aber mit zunehmender Spielzeit wurden die Auslösehandlungen nicht mehr ordentlich zu Ende gespielt. „Da haben zu viele Egoismen gegriffen“, erklärte Trainer Thomas Brigzinsky und ergänzte: „Die Abwehr wirkte ziemlich löchrig – da haben sie uns oft auseinandergerissen.“ In der Deckung fehlte nun das Zusammenspiel – jeder kämpfte für sich. Doch den Wittstockern gelang es, sich in den letzten Minuten noch einmal am Riemen zu reißen und den Zehn-Tore-Vorsprung beim 34:24 mit nach Hause zu nehmen.

 

Dieser Erfolg sollte der jungen Truppe einen ordentlichen Selbstbewusstseinsschub geben. „Als Fazit“, so Brigzinsky, „muss man sagen, dass in allen Bereichen, gerade in Hälfte zwei, eine sehr durchwachsene Leistung gegen einen stark ersatzgeschwächten Gegner für die ersten zwei Punkte reichte.“ Trotz der Kritik findet er auch lobende Worte: „Die Einstellung der Truppe stimmte – das ist wichtig.“

Hansa: Paul Sauer/Christian Hamann – René Willführ(1), Boris Löhlein (3), Hannes Holtmann (7/1), Martin Willführ (3), Sven Hennigs, Robert Gießel (3/3), Marc-Steffen Köhring (7), Tobias Hennigs (7), Lars Klünder (1), Felix Remter (1), Lucas Kipcke (2)

OHC: Sebastian Prün – Christian Teichmann (2), Henrik Barth (2), Emil Esch (1), Marco Kopplin (2), Mathias Pietschmann (2), Julian Möller (4), Manuel Potzner (8), Mike Rose (3)

von: Sina Brigzinsky

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