Männer: knapper Heimsieg

Knapper Heimsieg mit starker Teamleistung erkämpft

Nach der kurzfristigen krankheitsbedingten Absage dreier Spieler stand Hansa Wittstock zum Heimspiel gegen Eberswalde II plötzlich ohne einen einzigen seiner langen Rückraum-Shooter da. Lange Gesichter in der Mannschaft zeugten nicht unbedingt vom Selbstvertrauen, die als Tabellenführer angereisten Eberswalder schlagen zu können. So galt es, in der Vorbesprechung an die eigenen Stärken zu erinnern. Und es galt, die alte Klawohn´sche Weisheit ins Gedächtnis zu rufen: „Das, was heute aufläuft, ist das Beste, was Wittstock zu bieten hat!“

Sven Hennigs wollte eigentlich zuschauen… Dann holte er noch rasch seine Tasche, um seine Farben zu tragen! Die wichtigste Stärke: Teamgeist!

Das Spiel begann relativ ausgeglichen, lief bei den Hanseaten zum Anfang aber im Angriff etwas unrund, so dass die Gäste aus Eberswalde mit 5:3 (11. Minute) in Führung gingen. Gegen die rustikal zupackende 6:0-Abwehr der körperlich kräftigen Gäste musste die Losung heißen, konsequent dorthin zu gehen, wo es „weh tut“.

Nach einer Umstellung in der Formation kam die Hanse-Kogge in Schwung und erarbeitete sich Tor um Tor. So wurde ein zwischenzeitliches 8:8 (20.) in eine 15:11 Pausenführung ausgebaut. Maßgeblich waren dabei die disziplinierte und kämpferische Einstellung sowie das konsequente Gegenstoßspiel, mit dem die Eberswalder immer wieder überlaufen wurden.

Zu Beginn der 2. Hälfte schien zunächst alles „nach Plan“ weiter zu laufen. Die Hanseaten bauten ihre Führung rasch zum 20:12 (40.) aus und sahen beim 21:13 (42.) wie der sichere Sieger aus. Aber anstelle des hier erwartbaren Einbruchs der Gastmannschaft, drehte Eberswalde plötzlich auf und verkürzte Tor um Tor. Eine geschlagene Viertelstunde gelang den Gastgebern nicht ein einziger Treffen! Die Kogge schlingerte mächtig, und auch eine Auszeit beim 21:17 brachte nicht die erhoffte Wende. Die bis dahin so souverän spielenden Gastgeber wirkten verunsichert, sie kamen nicht mehr in Gegenstoßsituationen und blieben eins ums andere Mal in der jetzt individuell sehr gut eingestellten Gästeabwehr hängen. Einzig die starke Torhüterleistung verhinderte ein Kippen des Spiels. Paul Sauer schloss an die starke Leistung der letzten Woche an und parierte reihenweise freie Bälle; Christopher Schulz kam zu drei Strafwürfen zwischen die Pfosten, von denen nur einer sein Ziel fand.

Mit dieser Rückendeckung und einer vorbildlichen mannschaftlichen Geschlossenheit überstanden die Hanseaten diese schwierige Phase. Obwohl die Spieler durch die kräftezehrende Partie und den „dünnen“ Kader längst ihre Körner verbraucht hatten, kämpfte sich die Mannschaft zurück und kam am Ende noch zu den erforderlichen Toren zum verdienten 24:22-Sieg, der von Spielern und Zuschauern begeistert gefeiert wurde.

Hansa spielte mit: Sauer, Schulz – Holtmann (10/7), Gießel (4), Köhring (2), Feigel (1). T. Hennigs (3), Havemann (2), S. Hennigs (1), Kipcke (1)

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