Männer I: Niederlage in Finowfurt

Patrick Kirschner knockt Hansa aus

 

Handball-Landesliga: Finowfurter SV – Hansa Wittstock 30:28 (13:13)

 

Von der Tabellensituation her schien die Partie zwischen Handball-Landesligist Hansa Wittstock und dem Finowfurter SV eine klare Angelegenheit zu werden. Auch spielerisch zeigte Hansa, dass es nicht umsonst auf Rang eins steht. Doch das Zünglein an der Waage hieß Patrick Kirschner. Der ehemalige Ostsee-Spree-Liga-Spieler aus Eberswalde absolvierte sein erstes Spiel für Finowfurt und war mit zwölf Treffern nicht zu halten. Die Wittstocker hatten mit 28:30 (13:13) das Nachsehen.

Hansa kam super ins Spiel, agierte mit einer guten 3-2-1-Deckung und zwang den Gegner immer wieder in schlechte Wurfpositionen. Mit einem guten Christian Hamann im Tor wurden Gegenstöße erkämpft und sicher verwandelt. Auch im Positionsangriff spielten die Wittstocker flüssig und brachten ihre Außen in gute Abschlusspositionen. Bis zum 12:8 für Hansa führte das Team kontinuierlich. In den letzten zehn Minuten der ersten Hälfte „sind wir ohne Not hektisch geworden, haben Bälle weggeworfen, uns zwei Zeitstrafen abgeholt und waren in den Abschlüssen total überhastet“, resümierte Trainer Thomas Brigzinsky. Diese Konfusion nutzte Finowfurt und warf fünf Tore in Folge – 13:12 . Zwar erzielte Hansa zur Pause noch das 13:13 , aber auch nach dem Wechsel dauerte es ewig, bis Hansa ins Spiel kam. Auch die Keeper fassten nichts mehr an. Patrick Kirschner war trotz Manndeckung nicht zu stoppen. Er traf aus allen Lagen und erzielte allein in Hälfte zwei neun Treffer. Beim 22:18 für Finowfurt nach 45 Minuten schien die Partie verloren. Doch beim 23:23 war Hansa wieder dran, der Kopf war oben, es wurde wieder gespielt. Die beiden Halbpositionen Martin Willführ und Marc-Steffen Köhring trafen. Auch Lukas Kipcke auf Außen hatte sich nach vier Fehlwürfen in Hälfte eins wieder super ins Spiel zurück gekämpft und mehrfach getroffen. Das Spiel war offen. Doch drei Minuten vor dem Ende gab es eine „völlig unberechtigte Zeitstrafe gegen Martin Willführ. Er hat blitzsauer gedeckt. Das war ein einfacher Freiwurf mehr nicht – einfach ärgerlich“, so Brigzinsky. Hinzu kamen zwei nicht gegebene Strafwürfe, und so konnte Finowfurt in dieser wichtigen Phase aus einem 26:27 noch ein 29:28 erspielen. Hansa setzte nun alles auf eine Karte, machte hinten auf und kassierte das 30:28 durch kampfstarke Gastgeber.

„Ich fand, dass wir spielerisch die klar bessere Mannschaft waren. Aber auf Landesliga-Niveau reicht manchmal eben ein überragender Spieler aus, um eine Partie zu entschieden. Bitter und schade“, so Brigzinsky.

 

Hansa: Christian Hamann/Christopher Schulz – René Willführ, Martin Willführ (5), Hannes Holtmann (8/5), Marc-Steffen Köhring (3), Tobias Hennigs (4), Tobias Altmann (3), Felix Remter, Lucas kipcke (3), Sven Hennigs, Karsten Mühmer (2)

Fairplay: 7m: Finowfurt 5/5 verwandelt; Hansa 6/5 verwandelt (1x Nachwurf verwandelt)

2min: Finowfurt 6, Hansa 5

 

 

von Sina Brigzinsky

 

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