Männer I: Sieg gegen Bernau

Teuer erkaufter Sieg

Handball: Hansa Wittstock (Männer I) – HSV Bernauer Bären 20:19 (8:9)

Unter schlechten Vorzeichen starteten die Landesliga-Handballer von Hansa Wittstock am Sonnabend in ihre Partie gegen die Bernauer Bären. Bereits beim Warmmachen zog sich Sven Gottschalk einen Bänderriss zu und fiel aus. Trotzdem setzten sich die Hanseaten nach spannenden 60 Minuten mit 20:19 (8:9) durch.

Gleich im ersten Angriff setzte sich die Pechsträhne fort. Ohne Fremdeinwirkung knickte Spielmacher und Kapitän Hannes Holtmann in der Seitwärtsbewegung weg und zog sich eine schwere Knieverletzung zu. Damit waren Trainer Thomas Brigzinsky schnell zwei Alternativen weggebrochen. Entsprechend in Schockstarre spielte sein Team zunächst. Ohne Leitwolf hatten die jungen Spieler zu knabbern. Hansa kam nicht so richtig ins Tempo und die Wurfauswahl, gerade von den Halbpositionen, war schlecht. Im Gegenzug agierte Bernau in der Deckung extrem kompakt, unterstützt von einem guten Keeper. Die Abwehrreihe war schwer zu knacken. Doch Hansa kämpfte sich selbst auch über die Deckung ins Spiel. Die nötige Aggressivität war da und die Gäste wurden durch die 3-2-1-Defensive immer wieder in schwere Wurfpositionen gezwungen. Im Angriff mussten die „alten Männer“ wie Ronny Stachowski und Boris Löhlein die Regie übernehmen und den Rest der Truppe mitreißen. Trotzdem hinkte Hansa hinterher (4:7). Nach einer Auszeit in Minute 21 aber kämpfte sich die Kogge zum 7:7, weil eine Kombination des Gegners geschickt bekämpft wurde und auch die eigenen Würfe in Person von Marc-Steffen Köhring besser platziert wurden. Kurz vor der Pause aber kam Bernau über einen Gegenstoß zum 9:8.

„Wir haben in der Halbzeit besprochen, dass es keinen gibt, auf den die Verantwortung abgeschoben werden kann. Die Jungs sollten versuchen dran zu bleiben. Und plötzlich fassten sich auch Leute wie Anh Le Tuan und Sven Hennigs ein Herz.“ Zudem verwandelte Oldie Boris Löhlein alle vier Siebenmeter sicher. In der Schlussphase war es vor allem Paul Sauer im Tor, der nach dem 18:17 für die Gäste maßgeblich dazu beitrug, dass sich das Blatt ab Minute 56 wendete. Er nagelte seinen Kasten zu und vorne trafen die Gastgeber auch aus unmöglichen Positionen. Stark agierte dabei Lucas Kipcke, der seinen ersten und einzigen Torwurf von der Außenposition versenkte. Ronny Stachowski schied nach einem Kontakt mit dem Bernauer Keeper auch noch verletzungsbedingt aus, auch hier wird eine längere Pause erwartet. Es blieb spannend, weil Bernau 30 Sekunden vor dem Ende auf 19:20 verkürzte, aber „die restliche Zeit haben wir runter gespielt bekommen“, so Trainer Brigzinsky.

Sein Fazit: „Das war eine geschlossene Teamleistung, die allerdings mit drei Langverletzten teuer erkauft wurde. Junge Leute haben am Sonnabend einen großen Schritt gemacht. Das sollte für die nächsten Aufgaben eine breite Brust geben.“

Hansa Wittstock: Paul Sauer – René Willführ (2), Ronny Stachowski (2), Boris Löhlein (6/4), Hannes Holtmann, Martin Willführ (3), Marc-Steffen Köhring (2), Felix Remter, Sven Hennigs (2), Danilo Köhring, Anh Le Tuan (2), Lucas Kipcke (1)

Bernau: Jens Mucha, Jens Schönstädt – André Billeb, Holger Findeisen (2), Krishan Gunawan, David Schleicher (4), Daniel Meier (5), Thomas Wissinger (2), Jerome Roder (1), Maximilian Prüfer (5/2)

sib

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*