Männer I: Sieg gegen Finowfurt

Wieder in der Spur
Handball-Landesliga Nord: Hansa Wittstock – Finowfurter SV 30:20 (11:9)

Nur knapp hatten die Landesliga-Handballer ihr Auswärtsspiel gegen den Finowfurter SV vor vier Monaten gewonnen. Am Sonnabend wollten sie vor heimischer Kulisse im Rückspiel nicht so sehr in die Bredouille geraten und den Ausgang deutlicher gestalten. Als Finowfurt nur mit einer Nottruppe anreiste, war der Schlendrian aber praktisch schon im Kopf der Wittstocker, bevor die Partie begann. Deshalb starteten sie nicht gut, gewannen aber am Ende trotzdem deutlich mit 30:20 (11:9).
Sieben Angriffe benötigten die Hanseaten, um endlich ein Tor zu erzielen. Nachdem die ersten Aktionen nicht richtig liefen, wurden die Hanseaten nervös und verfielen in Einzelaktionen. Der Gegner agierte sehr defensiv in der Verteidigung und zwang die Wittstocker zu Rückraumwürfen, die aber alle nicht genug Qualität hatten, um den in der ersten Hälfte guten Gästekeeper zu besiegen.
So dauerte es fast 20 Minuten, bis Hansa die Partie in den Griff bekam. Die Gäste spielten weiter ihr relativ quirliges Spiel und Hansa kam durch Inkonsequenz hinten nicht richtig in die Gegenstöße. Den Torhütern war es zu verdanken, dass die Wittstocker noch mit einer 11:9-Führung in die Kabine gingen.
Trainer Thomas Brigzinsky sprach in der Kabine von einer „herzlosen Vorstellung“. Das schien zu wirken, denn in Hälfte zwei präsentierten sich die Gastgeber wie verwandelt. „Wir waren jetzt kompromisslos in der Deckung und nutzten die sich bietenden Tempogegenstoß-Möglichkeiten effektiv“, fasste der Coach den folgenden 5:0-Lauf zum 16:9 zusammen. Dadurch wurde bei Hansa die Brust breiter. Die Gäste wurden förmlich überrannt. Hansa baute die Führung stetig bis zum 19:11 aus und alle Feldspieler erhielten Spielanteile. Einziges Manko waren die vielen technischen Fehler im Gegenstoß. „Da haben sie etwas überpaist“, so Brigzinsky. Die Gäste bauten konditionell immer mehr ab, aber präsentierten sich sehr fair und kampfstark. Das wirklich gute Schiedsrichtergespann hatte keine Mühe, diese Partie zu pfeifen. In den letzten Minuten glich die Partie einem Scheibenschießen, weil beide Teams ihr Torekonto noch ein bisschen auffüllen wollten. Kurz vor der Sirene markierte Lucas Kipcke mit dem 30:20 den Endstand.

Hansa: Paul Sauer/Christian Hamann – René Willführ (1), Tobias Radon (1), Boris Löhlein (1), Martin Willführ (5), Lars Klünder, Robert Gießel (3), Marc-Steffen Köhring (7), Tobias Hennigs (2), Anh Le Tuan (3), Tobias Altmann (2), Felix Remter (2), Lucas Kipcke (2)

Finowfurt: Enrico Kroll – Marcel Voss (5), Mario Weise (4), Mario Rohde (2), Benjamin Altrock, Christian Ehlich (3/1), Marco Derbolowsky (6/1)

 

von Sina Brigzinsky

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