Männer I: Wittstocker Weste bleibt weiß

Handball-Landesliga Männer: Hansa Wittstock – Oranienburger HC III 29:19 (16:10)

von Sina Brigzinsky

 Bevor  es für Hansa Wittstock im Winter in die lange Auswärtsphase von sechs Spielen in der Fremde in Folge geht, will das Team so viele Punkte wie möglich sammeln. Am Sonnabend gegen den Oranienburger HC III mussten sie im Vergleich zur Vorwoche zwar eine Schippe drauf packen, doch das gelang scheinbar mühelos. Der Wittstocker Landesligist siegte mit 29:19 (16:10)

 Auf der rechten Halbposition bot der OHC mit Andreas Breu einen Linkshänder auf, den die Hanseaten erst nach und nach in den Griff bekamen. In der Deckungsspitze erst noch zu offensiv, stellte sich Wittstock aber mit jeder verstreichenden Minute besser ein. Breu hatte bis dahin den geraden Weg zum Tor dankend angenommen und den Gastgebern bis zum 4:3 noch Probleme bereitet. In der Folge aber lief es bei Hansa. Das Team kam besser in die Gegenstöße. Wie schon in der Vorwoche punktete Hansa über die Außenposition. War es in der vergangenen Woche noch die linke Seite, so hatte dieses Mal Lucas Kipcke auf Rechtsaußen mit sieben von sieben Versuchen eine 100-Prozent-Quote vorzuweisen. „Es macht sich langsam bezahlt, dass unsere Spielanlage breiter geworden ist. Wir strahlen von allen Positionen Torgefahr aus“, so Wittstocks Coach Thomas Brigzinsky. Vor allem Martin Willführ spielte auf halbrechts uneigennützig und setzte den Außen immer wieder in Szene. Marc Steffen Köhring überzeugte unterdessen auf Linkshalb mit einem enormen Tordrang. So ging es verdient mit 16:10 in die Pause.

 Abzustellen galt es in Hälfte zwei die noch immer hohen Ballverluste. In Abschnitt zwei lief dies besser, aber die Abschlussquote sank. „Da war sicherlich auch ein bisschen Unkonzentriertheit dabei. Wir haben auch ein bisschen durch gewechselt, vielleicht lag es daran, aber mitunter war auch Eigensinnigkeit dabei“, so Brigzinsky. Trotzdem wurde der Gegner weiter klar beherrscht, weil Hansa in der Deckung und auf der angeschlagenen Torhüterposition nicht nachließ und über Tempo Nadelstiche setzte. Oldie Boris Löhlein war wie immer eine sichere Bank. Der 49-Jährige verwandelte alle sieben Meter sicher und trug maßgeblich zum 29:19-Sieg bei.

„Wir haben schon ein gutes Spiel gemacht. Wenn diese junge Truppe nun auch noch diese hektischen Phasen in Stress-Situationen abstellen kann, dann sind wir wieder einen Schritt weiter. Es war ein faires Spiel mit guten Schiedsrichtern“, resümierte der Coach das Spiel vor 200 Zuschauern.

 Hansa: Paul Sauer/Christian Hamann – Boris Löhlein (7/7), Hannes Holtmann (1), Robert Gießel (2), Marc-Steffen Köhring (4), Tobias Hennigs (1), Tobias Altmann (2), Lucas Kipcke (7), Martin Willführ (1), René Willführ (1), Jan-Ole Ahrend (2), Felix Gratzkowski (1)

 OHC III: Benjamin Allert/Sebastian Prein – Philipp Fleischer, Oliver Mulack (1), Emil Esch, Manuel Potzner (1), Julian Möller (3), Henrik Barth (1), Andreas Breu (5), Kevin Schneider (8/2), Christian Teichmann

Fairplay: Siebenmeter: Hansa 7/7verwandelt; OHC III 3/2 verwandelt

Zeitstrafen: Hansa 2, OHC III 6

SR: Sebastian Wienke (Pritzwalk)/ Marcel Domagala (Perleberg)

 Zuschauer: 200

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