Männer I:Aus der Sicht des Gegners (HSV Bernauer Bären)

17.10.2015
Landesliga Nord Männer

FK Hansa Wittstock : HSV Bernauer Bären
20 : 19 (8 : 9)

Die Landesligamannschaft vom HSV Bernauer Bären verlor ihr Auswärtsspiel gegen Wittstock in den Schlussminuten, wieder einmal mit nur einem Tor Differenz. Da kommen Erinnerungen an die zurückliegende Saison hoch, in der die Bären fünf Mal mit diesem Minimal-Unterschied als Verlierer die Hallen verlassen mussten.
Am vergangenen Wochenende benötigten beide Teams lange Anlaufzeit, um ihren Rhythmus zu finden. Bernau erzielte den ersten Treffer nach geschlagenen fünf Minuten, aber Wittstock ließ sich sogar elf Minuten Zeit, um zum 1:1 auszugleichen.
In der Zeit zwischen den beiden Toren hätten die Gäste, gestützt auf eine kompakte Abwehrarbeit durchaus klar vorn liegen können bzw. müssen. Dass sie sich in dieser Spielphase und darüber hinaus in der gesamten ersten Halbzeit nicht absetzen konnten, war bereits spielentscheidend. Auch nach der Pause konnten die Bären ihren Vorsprung lange Zeit halten, absetzen aber konnten sie sich nicht. Wittstock kämpfte sich immer wieder heran, glich aus und ging bei Stand von 17:15 für den HSV nach einem 3-Torelauf, erstmal mit 18:17 in Führung. David Schleicher glich nach schönem Anspiel von Thomas Wissinger noch einmal zum 18:18 aus. Hansa hatte ihre Abwehr erfolgreich auf ein 3:2:1 umgestellt. Plötzlich häuften sich bei den Bernauern technische Fehler und überhastete, unkonzentriert abgegebene Würfe auf das gegnerische Gehäuse, die aber Beute des guten Schlussmannes der Gastgeber, Rene Sauer, wurden. Seine Vorderleute bedankten sich bei ihrem Torhüter mit den Treffern 19 und 20. Daniel Meier erzielte nach gekonntem Solo-Lauf das letzte Tor des Abends. Das Aufbäumen der HSV’er kam zu spät. Jetzt rächte es sich, dass Bernau die Chancen zur klaren Führung aus der 1. Spielhälfte nicht genutzt hatte. So jubelten die Gastgeber am Ende. Aber auch die Gäste gingen nicht mit hängenden Köpfen vom Spielfeld. Die Bären der laufenden Saison sind eine Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern, die kameradschaftlich und teamorientiert miteinander umgehen. Das hat sich in den bisherigen Spielen, also auch in Wittstock gezeigt. Der Kader ist personell gewachsen und auch das Selbstbewusstsein; das hat sich trotz der Niederlage in ihrem Auftreten gezeigt. Maximilian Prüfer machte nach der Verletzungspause sein erstes Spiel, fügte sich nahtlos in die Mannschaft ein und machte so das Fehlen der verhinderten Dennis Bohne und Markus Lenz erträglich. Seine Funktion als Verantwortlicher auf der Bank übernahm Christopher Metzdorf. Der neue Interimscoach bemängelte nach dem Schlusspfiff die magere Torausbeute in der langen Phase der spielerischen Überlegenheit und lobte die gute Abwehrarbeit. Nur 20 Gegentore bei einem Auswärtsspiel belegen das. Jens Schönstädt im Tor war wieder der starke Rückhalt und David Schleicher und Thomas Wissinger die Organisatoren der trotz allem guten Deckungsarbeit. Krishan Gunawan ist ein Beispiel dafür, dass die jungen Spieler auch bei der Abwehrarbeit gereift sind und ihren Mann stehen.
Lob nach einer Niederlage ist eigentlich ungewöhnlich, aber nach diesem Spiel angebracht. Wer die Spieler nach dem Match gegen Hansa Wittstock erlebt hat, wie sie selbstkritisch die erste Auswertung vornahmen und die Fehler analysierten, bemerkte, dass hier eine Mannschaft zusammenwächst, die ihrem Anhang noch viel Freude machen kann. Jens Mucha musste leider verletzungsbedingt seinen Einsatz in der 2. Hälfte abbrechen. Ihm und natürlich auch den drei Verletzten (ohne HSV-Spieler-Kontakt) der gastgebenden Mannschaft wünschen wir gute und vor allem schnelle Genesung.

Für den HSV Bernauer Bären spielten:
Jens Schönstädt und Jens Mucha im Tor, Andre Billeb, Holger Findeisen (2), Krishan Gunawan, David Schleicher (4), Daniel Meier (5), Thomas Wissinger (2), Jerome Roder (1) und Maximilian Prüfer (5).

Günter Herzberg

20. Oktober um 20:02 · Öffentlich

von: https://m.facebook.com/story.php?story_fbid=967311879979481&id=236892249688118

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