Männer: Sicherer Heimsieg gegen Bernau

Hansa-Express überrollt Bären

 

Handball-Landesliga: Furiose Anfangsphase bringt Heimteam schnell auf die Siegerstraße

 

Von Gunnar Reblin

 

Wittstock. „Wenn wir erst einmal in Schwung kommen, sind wir schwer aufzuhalten“, macht Thomas Brigzinsky deutlich. Wie recht der Trainer des FH Hansa Wittstock doch hat. Sein Team legte gegen Bernau furios los. Der Grundstein zum 24:14-Heimsieg war gelegt.

 

Wie genau die Hanseaten loslegten, sie hier noch einmal beschrieben. Nach 17 Sekunden zappelte der Ball das erste Mal im Netz. Rechtsaußen Max Havemann brachte Wittstock mit dem ersten Angriff in Führung. René Willführ und erneut Havemann erhöhten wenig später auf 3:0. Gespielt waren 1:18 Minuten. Die Wittstocker Bank kam aus dem Jubeln gar nicht mehr heraus. Bernau wirkte konsterniert. Da half auch der erste Torerfolg von Theo-Hagen Hildebrand nicht. Ruckzuck baute Hansa seine Führung aus. Die Zutaten: variables Offensivspiel und eine zupackende Abwehr. Nach 13 Minuten war Gäste-Trainer Christopher Metzdorf dazu gezwungen, eine Auszeit zu nehmen. Doch seine Worte drangen nicht als Wachrüttler in die Ohren seiner Spieler. Angeführt von einem überragenden Hannes Holtmann auf der Mitte brachte Hansa das Spiel schnell auf die sichere Seite. Zu recht monierte Gästecoach Metzdorf: „Jungs, das ist wie in der C-Jugend, so wie wir spielen.“ Selbst in Überzahl agierten die Bernauer Bären harmlos, ideenlos und mutlos. Wittstocks Trainer Thomas Brigzinsky konnte bedenkenlos durchwechseln, alle Akteure fügten sich nahtlos ins zielstrebige Gebilde der Hausherren ein. Zur Pause waren die Messen gesungen.

So wurde es in der zweiten Halbzeit ein lockeres Herunterspielen. Tobias Hennigs versprühte jede Menge Spielwitz, René Willführ traf aus dem rechten Rückraum nach Belieben und Torwart Christopher Schulz nahm etliche Bälle weg, so dass die Bernauer gar kein Selbstvertrauen aufbauen konnten.

Auch vom Schock-Moment der Holtmann-Verletzung (siehe Streiflicht) ließen sich die Wittstocker nicht aus der Spur bringen. Gegen die einstudierten Angriffe wirkten die Bernauer ratlos. Zumal auch in der letzten Abwehrreihe, der Torwartposition, an diesem Tag der sichere Rückhalt nicht gegeben war.

So kam Hansa zu einem nie gefährdeten Heimsieg. Schon am kommenden Sonnabend sind die Wittstocker erneut gefordert. Dann stellt sich der SV Jahn Bad Freienwalde II in der Stadthalle vor. Anwurf ist um 17.30 Uhr.

Doch nicht nur die Bernauer zeigten sich am Sonnabend überfordert mit dem Spiel. Auch die Schiedsrichter Klaus Gottfried und Hans-Joachim Welzer waren mehrfach nicht auf der Höhe des Geschehens.

Hansa Wittstock –

Bernauer Bären 24:14 (15:8)

Zuschauer: 132

Schiedsrichter: Klaus Gottfried /

Hans-J. Welzer (beide Milow)

Zeitstrafen: Hansa (3) – Bernau (1)

Siebenmeter: Hansa 1/2 – Bernau 1/1

Spielverlauf: 4:1 (5.), 9:3 (15.), 12:5 (22.), 15:8 (30.) – 18:10 (41.), 21:11 (51.), 22:13 (55.), 24:14 (60.)

Wittstock: Schulz, Hamann – R. Willführ (8), Ahrend (1), Gratzkowski (2), Müller, Holtmann (2/1), Mühmer, T. Hennigs, Havemann (7), Neumann, Klünder, Kipcke (1), Altmann (3)

Bernau: Mucha, Schönstedt – Schleicher (1), Wolf (1), Meier (3), Probst (3), Lenz, Bohne, Berndt (1), Gunawan (3/1), Hildebrand (2)

Gunnar Reblin
Sportredakteur Ruppiner Anzeiger
 

 

Abwehrstärke bringt Kantersieg

 

Hansa Wittstock Männer – HSV Bernauer Bären 24:14 (15:8)

 

Im Spiel der Tabellennachbarn ging es für die Hansa-Männer am Sonnabend in der heimischen Stadthalle gegen Bernau um Landesliga-Punkte. Mit einer leidenschaftlichen Abwehrleistung konnten die Gäste klar mit 24:14 bezwungen werden.

Die Dossestädter starteten furios, Max Havemann eröffnete wie schon in der Vorwoche mit dem 1:0 nach einer blitzgescheiten Drehung am Gegenspieler. Zwei technische Fehler setzten die Hanseaten per Gegenstoß zum 3:0 nach 1:18 Minuten um. Dieser Start nach Maß beflügelte die Gastgeber, und mit einer tollen Defensivleistung vor Keeper Christian Schulz, der den erkrankten Paul Sauer super vertrat, setzten sich die Wittstocker weiter ab. Bernau präsentierte sich wie immer kampfstark, zeigte jedoch ungewohnte technische Schwächen und Probleme im Zusammenspiel. Bis zur Halbzeit traf Max Havemann noch weitere fünf Mal und trug so maßgeblich zur klaren 15:8-Führung bei.

Nach der Pause konnte Hansa das Niveau in der Deckung halten, tat sich gegen nie aufgebende Gäste jedoch schwerer im Spielaufbau. Trotzdem setzten sich die Gastgeber vor gut gefüllter Halle stetig weiter ab, und angeführt vom überragenden René Willführ mit acht Treffern aus dem Rückraum ging es einem klaren 24:14-Heimsieg entgegen. In der Deckung verdienten sich Kapitän Hannes Holtmann sowie Tobias Altmann und Frank Neumann Bestnoten. Weiter geht es schon am nächsten Sonnabend mit dem Heimspiel gegen Bad Freienwalde um 17.30 Uhr in der Stadthalle.

 

Hansa: Christopher Schulz/Christian Hamann – René Willführ (8), Felix Gratzkowski (2), Maximilian Müller, Hannes Holtmann (2/1), Kartsen Mühmer, Tobias Hennigs, Max Havemann (7), Frank Neumann, Lars Klünder, Lucas Kipcke (1), Tobias Altmann (3)

 

Fairplay: gelbe Karten: Hansa 4, Bernau 3

2min: Hansa 3,Bernau 1

7m: Hansa 2/1 verwandelt, Bernau 1/1

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