Männer I: Zweiter Heimsieg

Handball-Landesliga: Hansa Wittstock – PHC Wittenberge II 28:20 (13:7)

Fußballähnliche Verhältnisse herrschten in den ersten zehn Minuten der Landesliga-Handballpartie zwischen Hansa Wittstock und dem PHC Wittenberge II. Nach Ablauf dieser Frist hatten es die Teams jeweils nur auf ein Tor gebracht. Doch in der Folge steigerten sie sich und es wurde trotz etlicher ausgelassener Chancen ein ansehnliches Spiel, aus dem Hansa mit 28:20 (13:7) als Sieger hervor ging.
Die Schiedsrichter wirkten motiviert, diese Partie als längstes Handballspiel der Geschichte ins Guinnessbuch zu bringen. Geschlagene 1:38 Stunden dauerte die Partie dank etlicher Unterbrechungen und insgesamt 18 Zeitstrafen, die beide Trainer größtenteils nicht nachvollziehen konnten.
„Nach der ersten Hälfte hatte jedes Team nur zwei Zeitstrafen kassiert. Das war dem Spielverlauf absolut entsprechend. In Abschnitt zwei hatte sich das Spiel auch nicht verändert, aber 14 Zeitstrafen waren völlig überzogen und ohne Not“, so Brigzinsky.
Zum Spielverlauf: Hansa startete gewohnt sicher in der Deckung mit einem starken Paul Sauer im Kasten. Aber im Tempogegenstoß wurden überhastet sieben Bälle in den ersten acht Minuten im Vorwärtsgang verloren. Somit kam es nicht zu einem gebundenen Angriffsspiel der Dossestädter. Glücklicherweise war der Gegner am Sonnabend zu schwach, um Profit aus diesen Fehlern zu schlagen. Nach einer Auszeit beruhigte sich das Hansa-Spiel und endlich wurden echte Wurfchancen herausgespielt. „Wir haben nun sehr viel besser gespielt und auch gekontert und brachten über eine schnelle und breite Spielanlage unsere Spieler in 100-prozentige Wurfsituationen“, so Brigzinsky. Das größte Manko aber blieb wie schon in der Vorwoche der Abschluss alleine vor dem Torhüter. Trotzdem setzte sich Hansa nach und nach ab und ging mit einem 13:7 in die Pause.
Nach dem Wechsel zog Hansa schnell auf 18:9 weg. Den Rest den Spiels bestritten beide Teams permanent in Unterzahl, „womit ein schönes Spiel ausgeschlossen war“, ärgerte sich der Wittstocker Coach. Der Sieger stand nach 40 Minuten fest und die Teams wollten sich nicht mehr weh tun. Hansa übertraf sich weiter im Auslassen bester Torchancen, fuhr aber trotzdem einen sicheren 28:20-Sieg ein. Der größte Wermutstropfen sind die vermutlich größeren Verletzungen beider Keeper. Christian Hamann schied schon nach nur einer Minute im Kasten mit einer Oberschenkelverletzung aus und Paul Sauer fiel es mit Schmerzen in der Schulter schwer, überhaupt Pässe zu spielen. „Wenn beide ausfallen, wäre das ein Supergau“, sagt Brigzinsky.
Hervorzuheben sind die Linksaußen Robert Gießel und Tobias Hennigs, die beide sehr effektiv abschlossen, „auch wenn wir von allen Positionen torgefährlich waren. Das hat mir gut gefallen. Daran haben wir gearbeitet und man sieht es.“

Hansa: Paul Sauer/Christian Hamann – Boris Löhlein (2/2), René Willführ (3), Hannes Holtmann (2), Robert Gießel (5), Marc-Steffen Köhring (2), Tobias Hennigs (3), Tobias Altmann (3), Felix Remter (2), Lucas Kipcke (2), Tim Geisendorf (2), Jan-Ole Ahrend, Felix Gratzkowski (2)

PHC: Robert Dehnert/Steffen Tonello – Daniel Timpe (3), Michael Dier, Martin Kuchar (8), Christoph Schmidt, Tobias Stolzki (1), Robert Kern, Sebastian Könning (6/4), Karl Giske (1), Florian Meißner (1), Daniel Schermer

Zeitstrafen: Hansa: 10; PHC: 8
Siebenmeter: Hansa: 3/2; PHC 6/4

von Sina Brigzinsky

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