Leserpost: Modalverb ist nicht gleich Modalverb

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Modalverb ist nicht gleich Modalverb

Zwischen können und müssen besteht im Allgemeinen ein himmelweiter Unterschied. Nur beim Tod liegen können und müssen manchmal auf Augenhöhe.
Aufgrund einer dünnen Personaldecke zog der Verein FK Hansa Wittstock (Abteilung Handball) die Reißleine und meldete die 1. Männermannschaft vom Spielbetrieb auf Landesebene ab. Leider geschah dies nicht fristgerecht. Die verhängte Strafe wurde akzeptiert und umgehend beglichen. Nun glaubte jeder, dass einer Gesundung der Strukturen (Findungsphase) damit Genüge getan sei. Leider erfährt, um es etwas blumig auszudrücken, dieser Rosenschnitt (in den heutigen Tagen) keinerlei Erfolgsaussichten. Die jungen Triebe (A-Jugend Kreismeister) werden durch fehlendes Wasser und Schatten im Verband ausgebremst. Durch die sportliche Qualifizierung für die Landesligasaison 2014/15 der Männer sollte der Weg perspektivisch geebnet sein. Dieser Anreiz zum Wachsen wurde nun aber durch §40, Absatz 4 SpO DHB gedeckelt. Was kleingärtnerisch zu einem No-Go zählt, soll nun durch die Statuten unabwendbar sein? Mitnichten, einige Sonnenstrahlen bahnen sich, in Form des Absatzes 5 dieses Paragraphen (Ausnahmeregelung in den Landesverbänden), den Weg durch die Schlechtwetterfront.
Viele Jugendmannschaften (von der A-Jugend bis zu den Bambinis/G-Jugend) werden ehrenamtlich und mit Spaß an der Freude durch die handballerische Adoleszenz, durch ehemalige Zöglinge trainiert, die im Schoss des Vereins gedeihen konnten. Dadurch wollen sie die Kompetenz gepaart mit einer Prise Warmherzigkeit zurückgeben, welche sie einst erfahren durften. Sollte die handballerische Perspektive für ihr eigenes Können durch Paragraphenreiter jedoch eingeschränkt werden, könnten Herzensentscheidungen und spielerische Wirkungsstätte vielleicht unterschiedliche Wege gehen.
Um noch mal auf die eingangs beschriebenen Modalverben zurückzukommen- „Man kann diese Ausnahme zulassen, man muss aber nicht!“ Gesichtsverlust, Einbußen der Reputation, nicht abebben wollende Klageflutwellen von Präzedenzfall-Günstlingen heißen die Ängste der Entscheider. Auf der anderen Seite stehen nur die jungen Triebe, die Wurzeln und somit der ganze Stock der Rose.
Wir können, sollen, wollen, müssen, mögen und dürfen nur an Ihre Vernunft appellieren.
Die Entscheidung liegt nun über Gedeih oder Verderb der Rose, auf Gedeih oder Verderb in Ihren Händen!

Möge der grüne Daumen mit Ihnen sein!

PS. Ich plädiere für keinen Konsonantenwechsel im Wort „Statut“. Lassen Sie das Statut zu keiner Statur werden, wo jegliche Flexibilität abhanden kommt und alles in Stein gemeißelt ist!

Mit sportlichem Gruß

Steffen Brigzinsky

von: http://wordpress.hansa-wittstock.com/gastebuch/?success=1

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