Männer: Sieg im letzten Heimspiel gegen Templin

Ehrentrikot des ehemaligen Erfolgscoachs angebracht

Handball-Landesliga: Hansa Wittstock verabschiedet sich mit unrühmlichen 28:22 (14:9) gegen Templin vom Heimpublikum

Wittstock. Ein wenig verwundert zeigten sich die Wittstocker Landesliga-Handballer schon am Sonnabend. Denn zum letzten Heimspiel kamen mehr als 200 Zuschauer in die Stadthalle. „Trotz des tollen Wetters“, strahlte Trainer Thomas Brigzinsky. Die erneut beeindruckende Kulisse sah allerdings eine Partie gegen den Templiner SV, die Brigzinsky als unnötig hart einstufte. „Man muss nicht die Härtekeule rausholen“, kritisierte er sowohl beide Mannschaften als auch das Schirigespann. Das Hinspiel hatte Hansa mit einem Tor Unterschied verloren, weil die Effektivität am gegnerischen Kreis mäßig gewesen war. Ein umkämpftes Spiel war nun erwartet worden.
Dem robusten Beginn im Rückspiel folgten wenige sehenswerte Szenen. Beide Teams nahmen sich nicht in den Zweikämpfen zurück, die Referees ließen beinahe alles durchgehen. „Und wenn dann zwei junge Mannschaften spielen, gehen manchmal die Pferde durch.“ Dass Hansa letztlich mit sechs Toren Differenz, Endstand 28:22 (14:9), gewann, spiegelt den Leistungsunterschied wieder. Wenn der Gastgeber das Tempo anzog, dann klappte auch vieles in der Offensive, analysierte der Trainer. Die nicht abebbende Härte mündete allerdings in der Schlussminute in einem Duell, aus dem der Templiner Spieler benommen liegen blieb. Gegen Frank Neumann wurde  eine Disqualifikation verhängt (ohne Sonderbericht). Hansa wünscht dem Verletzten gute Besserung.
In ordentlicher Verfassung präsentierten sich Felix Gratzkowsky, der zwölf Tore erzielte, und Torwart Paul Sauer, so der Coach. Hansa ist Tabellendritter und könnte diesen Rang am kommenden Wochenende mit einem Remis gegen den Verfolger aus Angermünde verteidigen.
Die Wittstocker nutzten ihr letztes Heimspiel, um ein Ehrentrikot in ihrer Heimstatt zu präsentieren. Gegenüber der Tribüne ist ein weißes Shirt mit der Aufschrift von ihrem ehemaligen Erfolgstrainer und Strukturgeber in der Handball-Abteilung angebracht.

Dr. Klawohn verstarb im Januar dieses Jahres im Alter von 78 Jahren. Durch seine Hände gingen Generationen von Handballern. Seine Witwe Rosemarie war am Sonnabend bei der Zeremonie dabei. (maha)
Hansa: Sauer/Schulz – René Willführ (3), Ahrend (1), Gratzkowski (12/6), Müller, Holtmann (5), Mühmer (3), Hennigs (1), Havemann (1), Neumann, Remter, Kipcke (1), Altmann (1)

Männer: Niederlage in Eberswalde

Rumpfteam schlägt sich toll

SV Eberswalde II – Hansa Wittstock Männer 28:20 (14:10)

Als Tabellendritter reiste Hansa am Sonnabend zum Zweiten nach Eberswalde. Nach einer gutklassigen Partie unterlagen die Gäste mit 28:20.

Nachdem dass Hansa-Lazarett immer größer wurde, standen am Wochenende nur noch acht spielfähige Feldspieler, unter anderem der 51-jährige „Springer“ Boris Löhlein, zur Verfügung. Wittstock nahm den Kampf an und hielt durch klug und lange gespielte Angriffe bis zur 28. Minute beim 11:10 für die Gastgeber gut mit. Eine Zeitstrafe gegen Hansa nutzten die Eberswalder zur 14:10-Führung.

Nach der Pause setzte sich der Lauf fort, die Heimmannschaft konnte auf 17:10 davon ziehen. Hansa produzierte in diesen pausenübergreifenden zehn Minuten zu viele einfache Fehler und kassierte die Quittung. Doch aufgeben kam an diesem Tage nicht in Frage, die Wittstocker kämpften sich, angeführt von Tobias Hennigs, zurück in die Partie und spielten fortan auf Augenhöhe. Die sehr faire Begegnung sah in den letzten zehn Minuten Stammtorhüter Paul Sauer als Linksaußen mit zwei blitzsauberen Treffern auf dem Feld und endete leistungsgerecht mit einem 28:20-Sieg des Gastgebers.

Hansa: Sauer (2)/Schulz – Willführ (3), Löhlein (2), Mühmer (3), Hennigs (3), Ahrend (5/2), Neumann (1), Müller (1), Klünder

Männer: Heimsieg gegen Bad Freienwalde II

Mit viel Tempo zum Heimsieg

Hansa Wittstock Männer – SV Jahn Bad Freienwalde II 34:23 (18:9)

Zum zweiten Heimspiel innerhalb einer Woche empfingen die Hansa-Männer die zweite Vertretung aus Bad Freienwalde in der Wittstocker Stadthalle. Nach unterhaltsamen 60 Minuten konnten die Dossestädter nach einem 34:23-Sieg zwei Punkte auf der Habenseite verbuchen.

Die Gastgeber starteten wie gewohnt mit einer stabilen Deckung und viel Tempo in die Partie. Mit schnellen Treffern wurde bis zur siebten Minute eine 5:1-Führung heraus geworfen, die peu a peu ausgebaut wurde. Die Deckung der Hanseaten mit dem auch im Angriff überragenden Tobias Altmann ackerte wie schon in der Vorwoche aufopferungsvoll und ermöglichte die überfallartigen Konter zum zwischenzeitlichen 12:7. Bad Freienwalde traf in der ersten Hälfte meist über die Außenpositionen, musste Wittstock aber bis zum Pausenpfiff auf 18:9 ziehen lassen.

Nach dem Wechsel trafen beide Teams im Minutentakt. Vier Zeitstrafen auf beiden Seiten schafften viel Platz auf dem Feld, und so tauchten immer wieder Spieler frei vor den Torhütern auf. Viele Fehler prägten die Partie nun, beide Teams ließen sich von der aufkommenden Hektik unnötig anstecken. Trotzdem konnten die zahlreichen und lautstarken Hansa-Fans noch einmal 16 Treffer ihrer Hanseaten, einige davon sehr schön und mit viel Übersicht und Tempo herausgespielt, bejubeln. Das Problem der ersten Halbzeit, die Treffer der Gäste über die Außenpositionen, verschärfte sich noch und so konnten die Jahn-Städter die zweite Hälfte ausgeglichen gestalten. Am klaren und auch in der Höhe verdienten 34:23-Sieg einer sehr ausgeglichen agierenden Wittstocker Mannschaft gab es allerdings nichts zu deuteln. Für Hansa geht es nun am kommenden Wochenende ersatzgeschwächt zum Tabellenzweiten Eberswalde, von wo aber trotzdem etwas Zählbares mitgebracht werden soll.

Hansa: Sauer/Schulz – Willführ (8), Ahrend (2), Gratzkowski (2), Mühmer (2), Gießel (4/2), Hennigs (2), Havemann (3), Neumann (2), Müller (1), Klünder, Kipcke (2), Altmann (6)

Fairplay:

gelb:      Hansa 4, Bad Freienwalde 1
2min:    Hansa 9, Bad Freienwalde 4
rot:        Hansa 1 (3x2min), Bad Freienwalde 0
7m:        Hansa 3/2 verwandelt, Bad Freienwalde 5/4

Männer: Aus der Sicht des Gegners (Perleberg)

Punktspielberichte (Männer) vom 20.01.2018

Pressebericht von Eckehard Peglow („Märkische Allgemeine Zeitung“ vom 22.01.2018)

Blau-Weiß in Wittstock ohne Punkt

Handball-Landesliga Nord: Hansa Wittstock – Blau-Weiß Perleberg 28:24 (16:13).

Den Dossestädtern gelang die Revanche für ihre 27:30-Hinspielniederlage in Perleberg. Hansa legte zügig eine 2:0-Führung (2.) hin. Die Blau-Weißen blieben zwar immer an den Gastgebern dran, konnten nach ihrem Anschlusstreffer zum 2:1 (3.) aber nur einmal, beim 19:18 (45.) wieder bis auf einen Treffer an die Wittstocker herankommen. Dass die Partie einsatzstark geführt wurde zeigen sieben Gelbe Karten, davon vier gegen die Perleberger und zehn Zwei-Minuten-Strafen (sechs für Hansa). Den Unterschied im Spiel machte die größere Ausgeglichenheit in der Wittstocker Mannschaft, dort trugen sich elf Werfer in die Torschützenliste ein, von den Perlebergern trafen nur sechs Akteure. Übrigens: Hätten die Blau-Weißen all ihre Strafwürfe verwandelt, dann hätten sie ein Remis erreicht.

Blau-Weiß Perleberg:

Stephan Schubert, Cezar-Cosmin Cosoi; Toralf Hampel (7), Mirko Helmdach (9), Bastian Kell, Hagen Walhöfer, Sebastian Lux (3), Aaron Meseck, Robert Neudmann (2), Sören Dieme (1), Rene Neuschl (2), Philipp Nagel, Jonas Schulz, Mirko Großer

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Pressebericht von Oliver Knoll („Der Prignitzer“ vom 22.01.2018)

SV Blau-Weiß enttäuscht über eigene Leistung

PERLEBERG Der SV Blau-Weiß Perleberg hat das Nachbarschaftsduell in der Handball-Landesliga Nord bei Hansa Wittstock verloren. In der Partie mit sehr emotionalem Hintergrund – der Wittstocker Handball-Mentor Dr. Waldemar Klawohn verstarb in der vergangenen Woche – siegten die Gastgeber mit 28:24 (16:13).
„Wir haben nicht ins Spiel gefunden, viele technische Fehler gemacht, es einfach vermasselt. Wittstock wollte unbedingt den Sieg und hat ihn verdient“, sagte Blau-Weiß-Akteur Mirko Helmdach. Die Perleberger, die auf ihr Trainerduo Marcel Domagala/Gordon Wudke verzichten mussten, liefen von Beginn an einem Rückstand hinterher. Der betrug beim 9:4 (14.) fünf Tore. Doch ganz abschütteln ließen sich die Gäste nicht, waren Mitte der zweiten Halbzeit beim 19:18 (45.) auf einen Treffer heran. Doch spätestens beim 26:22 (57.) für die Wittstocker war mehr als eine Vorentscheidung in dieser Begegnung gefallen.
„Von zwei Mannschaften, die spielerisch auf Augenhöhe sind, waren wir die schlechtere. Wir sind schon enttäuscht über unsere Leistung, wir sind einfach nicht clever genug“, erklärte
Helmdach.

Blau-Weiß Perleberg:

Cezar-Cosmin Cosoi, Stephan Schubert – Toralf Hampel (7), Mirko Helmdach (9),

Bastian Kell, Hagen Walhoefer, Sebastian Lux (3), Aaron Meseck, Robert Neudmann (2), Sören Dieme (1), Rene Neuschl (2), Philipp Nagel, Jonas Schulz, Mirko Großer

von: http://www.handball-perleberg.de/presse/2018/