Männer: Aus der Sicht des Gegners (Perleberg)

Punktspielberichte (Männer) vom 20.01.2018

Pressebericht von Eckehard Peglow („Märkische Allgemeine Zeitung“ vom 22.01.2018)

Blau-Weiß in Wittstock ohne Punkt

Handball-Landesliga Nord: Hansa Wittstock – Blau-Weiß Perleberg 28:24 (16:13).

Den Dossestädtern gelang die Revanche für ihre 27:30-Hinspielniederlage in Perleberg. Hansa legte zügig eine 2:0-Führung (2.) hin. Die Blau-Weißen blieben zwar immer an den Gastgebern dran, konnten nach ihrem Anschlusstreffer zum 2:1 (3.) aber nur einmal, beim 19:18 (45.) wieder bis auf einen Treffer an die Wittstocker herankommen. Dass die Partie einsatzstark geführt wurde zeigen sieben Gelbe Karten, davon vier gegen die Perleberger und zehn Zwei-Minuten-Strafen (sechs für Hansa). Den Unterschied im Spiel machte die größere Ausgeglichenheit in der Wittstocker Mannschaft, dort trugen sich elf Werfer in die Torschützenliste ein, von den Perlebergern trafen nur sechs Akteure. Übrigens: Hätten die Blau-Weißen all ihre Strafwürfe verwandelt, dann hätten sie ein Remis erreicht.

Blau-Weiß Perleberg:

Stephan Schubert, Cezar-Cosmin Cosoi; Toralf Hampel (7), Mirko Helmdach (9), Bastian Kell, Hagen Walhöfer, Sebastian Lux (3), Aaron Meseck, Robert Neudmann (2), Sören Dieme (1), Rene Neuschl (2), Philipp Nagel, Jonas Schulz, Mirko Großer

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Pressebericht von Oliver Knoll („Der Prignitzer“ vom 22.01.2018)

SV Blau-Weiß enttäuscht über eigene Leistung

PERLEBERG Der SV Blau-Weiß Perleberg hat das Nachbarschaftsduell in der Handball-Landesliga Nord bei Hansa Wittstock verloren. In der Partie mit sehr emotionalem Hintergrund – der Wittstocker Handball-Mentor Dr. Waldemar Klawohn verstarb in der vergangenen Woche – siegten die Gastgeber mit 28:24 (16:13).
„Wir haben nicht ins Spiel gefunden, viele technische Fehler gemacht, es einfach vermasselt. Wittstock wollte unbedingt den Sieg und hat ihn verdient“, sagte Blau-Weiß-Akteur Mirko Helmdach. Die Perleberger, die auf ihr Trainerduo Marcel Domagala/Gordon Wudke verzichten mussten, liefen von Beginn an einem Rückstand hinterher. Der betrug beim 9:4 (14.) fünf Tore. Doch ganz abschütteln ließen sich die Gäste nicht, waren Mitte der zweiten Halbzeit beim 19:18 (45.) auf einen Treffer heran. Doch spätestens beim 26:22 (57.) für die Wittstocker war mehr als eine Vorentscheidung in dieser Begegnung gefallen.
„Von zwei Mannschaften, die spielerisch auf Augenhöhe sind, waren wir die schlechtere. Wir sind schon enttäuscht über unsere Leistung, wir sind einfach nicht clever genug“, erklärte
Helmdach.

Blau-Weiß Perleberg:

Cezar-Cosmin Cosoi, Stephan Schubert – Toralf Hampel (7), Mirko Helmdach (9),

Bastian Kell, Hagen Walhoefer, Sebastian Lux (3), Aaron Meseck, Robert Neudmann (2), Sören Dieme (1), Rene Neuschl (2), Philipp Nagel, Jonas Schulz, Mirko Großer

von: http://www.handball-perleberg.de/presse/2018/

Männer: Heimsieg gegen Perleberg

Schwerer Gang mit zwei Punkten belohnt

Hansa Wittstock Männer – SV Blau-Weiß Perleberg 28:24 (16:13)

Zum ersten Punktspiel des neuen Jahres kam gleich ein Hochkaräter in die Wittstocker Stadthalle. Mit dem Ex-Verbandsligisten aus Perleberg und dem besten Werfer der Liga Mirko Helmdach stellte sich den Hanseaten eine schwierige Aufgabe. Das Hinspiel ging mit 30:27 an die Rolandstädter, nun sollte der Spieß umgedreht werden. Das Spiel begann mit einer Schweigeminute für den kürzlich unerwartet verstorbenen Ex-Trainer Dr. Waldemar Klawohn, und in der Halle war an diesem Tage aus Respekt keine Trommel zu vernehmen.

Die Musik machten jedoch von Beginn an die Gastgeber, mit einer offensiven Deckung machten sie es ihren Gästen schwer, sichere Abschlüsse zu kreiern. Durch Ballgewinne und Paraden des guten Paul Sauer im Hansa-Tor lief die Gegenstoß-Maschinerie auf vollen Touren, und das Positionsspiel lief flüssig wie lange nicht mehr. So stand nach 14 Minuten ein 9:4 auf der Anzeigetafel. Vor allem Felix Gratzkowski zeigte in dieser Phase, welche Möglichkeiten er aus dem Rückraum hat. Perleberg spielte zu statisch, fing sich nach einigen vergebenen Hansa-Chancen jedoch wieder und verkürzte in einem attraktiven Spiel bis zur Pause auf 16:13.

Nach dem Wechsel stellte Perleberg die Deckung auf eine offensivere Variante um, und Hansa benötigte einige Zeit, sich darauf einzustellen. Zu wenig wurde der Kampf im 1:1 gesucht, der Kreisspieler übersehen. Die Gäste mit ihren erfahrenen Spielern nutzten die Gunst der Stunde und verkürzten de Abstand in Minute 44 auf ein Tor beim 19:18. Viele Nickligkeiten prägten in der zweiten Hälfte die Begegnung, die sich teilweise auch nach dem Abpfiff fortsetzten und dem Rahmen dieses Spiels in keiner Weise gerecht wurden! Wittstock fing sich nun wieder, konzentrierte sich auf sein Spiel. In der Deckung wurde nun geackert, die Ballgewinne in Gegenstöße umgewandelt. Christopher Schulz zeichnete sich durch gehaltene Siebenmeter aus und rundete die gute Torhüterleistung noch ab.  Auch im Positionsangriff wurden nun Lösungen in der Kleingruppe gesucht und gefunden, und mit einem abschließenden 9:4-Lauf gegen ermüdende Gäste der Deckel auf verdiente zwei Punkte gemacht. Hansa bedankt sich bei 250, teilweise aus der Rolandstadt angereisten Zuschauern, die für tolle Stimmung sorgten.

Hansa: Sauer/Schulz – R. Willführ (3), Ahrend, Gratzkowski (4), Holtmann (4/1), Mühmer (2), Gießel (5), Feigel (1), Hennigs (1), Havemann (2), Neumann (1), Kipcke (2), Altmann (3)

Perleberg: Schubert/Cosoi – Hampel (7), Helmdach (9/4), Kell, Walhoefer, Lux (3/1), Meseck, Neudmann (2), Dieme (1), Neuschl (2), Nagel, Schulz, Großer

Fairplay:                 gelb:      Hansa 3, Perleberg 4

2min:    Hansa 6, Perleberg 4

Rot:       Hansa 1, Perleberg 1 (beide ohne Bericht)

7m:        Hansa 3/1 verwandelt, Perleberg 9/5 verwandelt

Männer: Heimniederlage gegen Angermünde

Schwarzen Samstag komplettiert

Hansa Wittstock Männer – HC 52 Angermünde 20:21 (10:12)

Nachdem am Sonnabend schon im Vorfeld die Damen sowie die männliche B-Jugend der Hansa-Handballer Niederlagen kassierten, sollte das Männerteam gegen Angermünde die Total-Pleite abwenden. Durch eine unterirdische Chancenverwertung blieb es jedoch beim guten Willen und die Gäste nahmen zwei Punkte mit.

Hansa sah sich von Beginn an mit wechselnden Manndeckungen konfrontiert, die den gewohnten Spielfluss schon erheblich störten. Trotzdem holte man sich mit dem guten Paul Sauer im Tor und starker Deckungsleistung genügend Selbstvertrauen und erarbeitete sich klare Torchancen. Nach knapp neun Minuten verlor der Gastgeber mit Marc-Steffen Köhring durch Knieverletzung einen der drei zur Verfügung stehenden Rückraumspieler, und nun waren die sowieso knappen Möglichkeiten doch sehr begrenzt. Angermünde holte im Angriff durch teilweise brachiales Durchsetzungsvermögen Strafwurf um Strafwurf und blieb so dran. Hansa hingegen übertraf sich im Auslassen „Hundertprozentiger“, ob im Gegenstoß oder per Durchbruch. So schlich sich Angermünde heran und überholte die Wittstocker kurz vor der Halbzeit zum 10:12.

Nach dem Wechsel änderte sich nichts am Gesamtbild, Hansa verschoss, was zu verschießen war, während die Gäste die wenigen Wurfmöglichkeiten, meist per Strafwurf, sehr effektiv zur 14:17-Führung nach 44 Minuten nutzte. Die Dossestädter stellten nun auf den siebten Feldspieler um und konnte schnell wieder ausgleichen. Die Manndeckung war nun kein Problem mehr, doch die Wurfausbeute im 1:1 gegen den Torhüter setzte sich fort. Es kam, wie es kommen musste. Im letzten Angriff der Gäste fiel zum wiederholten Male der Abpraller den Angermündern zu, den die Gäste zum 21:20-Siegtreffer nutzten und so den schwarzen Sonnabend der Hanseaten komplettierten. Wittstock verschenkte die zwei Punkte im Angriff, während sich die Abwehrarbeit mit Rückkehrer Frank Neumann gute Noten verdiente.

Hansa: Sauer/Schulz – R. Willführ (3), Gratzkowski (4), Müller, Altmann (2), Mühmer (1), Gießel (1), Köhring (2), Feigel (1), Hennigs (4), Havemann (1), Neumann (1), Kipcke

Männer: Aus der Sicht des Gegners (Wittenberge)

Nach der Pause gesteigert

Wittenberger Handballer gewinnen Spitzenspiel gegen Wittstock mit 25:18

Durchsetzungsvermögen bewies PHC-Spielertrainer Martin Hückel (2.v.l.) hier gegen die Wittstocker Abwehr .

Gut erholt von der ersten Saisonniederlage zuletzt in Eberswalde präsentierten sich die die Männer vom PHC Wittenberge am Samstag im Spitzenspiel der Handball-Landesliga Nord. Der Tabellenführer besiegte den Verfolger FK Hansa Wittstock dank einer Leistungssteigerung in Halbzeit zwei mit 25:18 (12:11). Beste Schützen auf Seiten der Gastgeber waren Martin Hückel (6) und Patrick Cesla (5), bei Wittstock traf René Willführ drei Mal. Nach dem siebten Sieg im achten Saisonspiel führen die Wittenberger die Tabelle nun mit 14:2 Punkten vor Eberswalde II (13:3) an. Wittstock (9:5) rutschte auf Rang vier ab.
„Es war ein wichtiger und letztendlich verdienter Sieg“, fand Martin Hückel nach der Partie in der gut besuchten Wittenberger OSZ-Halle. „In der ersten Halbzeit waren wir in der Abwehr viel zu passiv, haben uns unnötige Fehlabspiele geleistet und viel zu viele Chancen liegengelassen. Nach der Pause waren wir hinten bissiger und im Abschluss konzentrierter.“

Zu Spielbeginn fanden die körperlich überlegenen Gastgeber gegen die jungen und frech aufspielenden Wittstocker in der Abwehr zunächst kein probates Mittel. Nach 16 Minuten führten die Gäste sogar mit 8:5. Erst nach dem verletzungsbedingten Ausscheiden von Hansas Hennings und Holtmann (18.) und der Hereinnahme ihres etatmäßigen Kreisspielers Bastian Prieß kam die Heimsieben besser ins Spiel. Patrick Cesla brachte den PHC 29 Sekunden vor der Halbzeitpause durch einen verwandelten Siebenmeter erstmals in Front.

Fünf Minuten nach dem Seitenwechsel sah Cesla nach einem völlig unnötigen Schubser gegen seinen ehemaligen Teamkollegen Marc-Steffen Köhring die Rote Karte. Die Gäste kamen danach noch einmal zum 13:13-Ausgleich (36.), doch dann zog der PHC von 15:14 vorentscheidend auf 18:14 (43.) davon. Am Ende fehlte den immer wieder mit dem Schiedsrichtergespann hadernden Gästen augenscheinlich die Kraft, um dem Spiel noch einmal eine Wende zu geben.

Trotz des klaren Sieges gegen „eine Mannschaft mit Zukunft“ (Hückel) war man beim PHC nicht ganz zufrieden. Mit Blick auf die in diesem Jahr noch anstehenden Partien in Templin und daheim gegen Perleberg meinte der PHC-Spielertrainer: „Wir müssen uns deutlich steigern.“

– Quelle: https://www.svz.de/18306471 ©2017 von Torsten Gottschalk